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Pariser Christie’s-Auktion : Mexiko beschwert sich über Kulturgüter-Versteigerung

  • Aktualisiert am

Christie’s in Paris Bild: Picture-Alliance

Am 9. Februar will das Auktionshaus Christie’s in Paris alte Artefakte aus dem heutigen Mexiko versteigern. Aus dem Land kommt Protest: Die meisten Lose seien illegal ins Ausland gebracht worden.

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          Mexikos Regierung hat gegen die geplante Versteigerung mexikanischer Kunstgegenstände durch das Auktionshaus Christie’s in Paris protestiert. Der Großteil der 39 Objekte, die kommenden Dienstag versteigert werden sollen, gehörten zum mexikanischen Kulturerbe aus der Zeit vor der spanischen Eroberung und seien illegal außer Landes gebracht worden. Das sagte der Chef des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (INAH), Diego Prieto, am Dienstag in einer Pressekonferenz. Wegen Verstoßes gegen ein mexikanisches Gesetz, wonach archäologische Güter des Landes unveräußerlich seien, habe das INAH Anzeige bei Mexikos Generalstaatsanwaltschaft erstattet.

          Zudem seien drei der Gegenstände, die Christie’s unter dem Titel „Quetzalcoatl: Serpent à Plumes“ (gefiederte Schlange) versteigern will, nicht echt. Darunter ist den Angaben zufolge eine aztekische Steinmaske, die das Auktionshaus als eines der Glanzstücke der Sammlung bezeichnet und deren Wert es auf 350.000 bis 550.000 Euro schätzt. Demnach war sie mehr als 50 Jahre lang im Besitz eines Sohnes des französischen Malers Henri Matisse. Nach Angaben Prietos wurde sie allerdings nicht – wie von Christie’s angegeben – zwischen den Jahren 450 und 650 gefertigt, sondern in jüngerer Vergangenheit.

          Mexikos Kulturbehörden setzen sich seit einigen Jahren verstärkt für den Schutz des Kulturerbes des lateinamerikanischen Landes auch im Ausland ein. So beschwerten sie sich auch über internationale Modemarken, weil diese klassische Textilmuster indigener Volksgruppen ohne deren Erlaubnis in ihren Kollektionen verwendet hatten.

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          Unser Autor: Cai Tore Philippsen

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