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New Yorker Auktionen : David Hockney bleibt Favorit

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Die Abstrakten Expressionisten marschieren auf: In New York beginnt die Auktionswoche mit Impressionismus, Moderne und Zeitgenossen bei Christie’s, Sotheby’s und Phillips. Eine Vorschau.

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          Die Auktionswoche mit Impressionismus, Moderne und Zeitgenossen in New York bietet ein vollgepacktes Programm. Ein Schwerpunkt sind Werke des Abstrakten Expressionismus aus den fünfziger und sechziger Jahren.

          Christie’s bietet prominente Provenienz und macht mit seiner „20th Century Week“ am 11. November den Auftakt. Die Abendauktion mit Impressionismus und Moderne enthält 61 Lose mit einer Gesamterwartung von 148,3 bis 219,2 Millionen Dollar. Picasso stellt die beiden teuersten Lose des Abends: „Femme dans un fauteuil (Françoise)“ entstand 1949 und trägt ein Preisschild von zwölf bis achtzehn Millionen Dollar; seine „Buste d’homme“ (Taxe 9/12 Millionen Dollar), das Porträt eines Musketiers aus dem Jahr 1968, wurde eingeliefert aus der Sammlung der kürzlich gestorbenen New Yorker Broadway-Theaterproduzentin Terry Allen Kramer. Aus ihrem Besitz stammt auch Camille Pissarros spätsommerlicher „Jardin et poulailler chez Octave Mirbeau, Les Damps“ (4/6 Millionen) aus dem Jahr 1892.

          Außerdem wurde Christie’s der Verkauf der auf rund fünfzig Millionen Dollar geschätzten Sammlung aus Chicago anvertraut, die die im August gestorbene Sammlerin Marilynn Alsdorf mit ihrem Mann James zusammentrug. Aus ihrem Bestand kommt Kandinskys Komposition in Pastelltönen „Pfeil zum Kreis“ aus dem Jahr 1930 (4/6 Millionen). Erwähnung gebührt Ernst Ludwig Kirchners pink und violett leuchtendem Gemälde „Reitende Artilleristen“ (3/4 Millionen), entstanden 1915 und eingereicht von den Erben des Stuttgarter Geschäftsmanns Max Fischer, in dessen umfangreicher Kollektion Klassischer Moderne es sich seit etwa 1954 befand. Das Bild war 2010 in der Staatsgalerie Stuttgart in einer Ausstellung der Sammlung Fischer zu sehen.

          In der Zeitgenossen-Auktion bei Christie’s am 13.November sind 55 Lose im Angebot. Die Gesamtschätzung von 270,3 bis 397,8 Millionen Dollar ist die höchste der gesamten Auktionswoche. An der Spitze stehen zwei Gemälde: Ed Ruscha mit seinem ironischen „Hurting the Word Radio#2“ für dreißig bis vierzig Millionen – das Wort „Radio“ in gelben Buchstaben auf leuchtend blauem Grund zwischen zwei Schraubzwingen geklemmt.

          Und David Hockney mit der Rückenansicht eines Mannes, der von einem Balkon aus ein Meer von Palmen überblickt; „Sur la terrasse“ ist versehen mit der breiten Taxe von 25 bis 45 Millionen Dollar und entstand 1971 nach Fotografien eines Urlaubs von Hockney mit seinem damaligen Partner Peter Schlesinger im Hotel „La Mamounia“ in Marrakesch. Eingeliefert wurde das Bild marktfrisch aus einer europäischen Sammlung, in der es sich seit den siebziger Jahren befand; zuletzt öffentlich ausgestellt war es 1973 in Paris. Mit hochkarätiger Provenienz kommt „Untitled4, 1950“ vom amerikanischen Abstrakten Expressionisten Barnett Newman (7/9 Millionen), das aus drei schlanken, 188 Zentimeter langen roten Streifen besteht. Das Gemälde gehörte – wie auch das weiße „Untitled“-Bild mit den typischen, reduzierten schwarzen Pinselzügen von Franz Kline aus dem Jahr 1955 (3/5 Millionen) – zur Sammlung des im Mai gestorbenen chinesisch-amerikanischen Architekten I.M. Pei, dessen bekanntester Entwurf die Glaspyramide des Louvre in Paris ist.

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