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Jüngste Entdeckung : Andrea Mantegnas Federzeichnung versteigert

Ein Studienblatt des Renaissancekünstlers für Cäsars Triumphzug bringt viel Geld in New York.

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          Die einzige eigenhändige Studie von Andrea Mantegna für seinen berühmten Zyklus mit dem Triumph Cäsars hat in New York bei Sotheby’s einen Hammerpreis von zehn Millionen Dollar erzielt. Die Federzeichnung war im Juni 2016 bei einem kleinen deutschen Auktionshaus als Kopie nach Mantegna zum Aufruf gekommen. Dort fiel sie einem norddeutschen Händler auf, der sie für weniger als tausend Euro ersteigerte und anschließend mit höchster Wahrscheinlichkeit nachweisen konnte, dass sie eine von nur rund zwanzig überlieferten Zeichnungen des Renaissancekünstlers ist. Bis auf das soeben versteigerte und ein weiteres befinden sich alle diese Blätter in Museen. Sotheby’s hatte einen – trotz der Seltenheit und der Bedeutung dieser neuen Entdeckung im Handel weitgehend als optimistisch empfundenen – Erlös von mehr als zwölf Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

          Gina Thomas

          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Die detailliert ausgeführte Federzeichnung gibt zwar Einblick in die Ideenwelt des Künstlers und die Entstehung des zweiten Gemäldes aus der für den Markgrafen von Mantua gefertigten Serie, die sich seit 1629 im Besitz des englischen Königshauses befindet. Sie spricht aber eher den Kopf als das Herz an. Zugeschlagen wurde Mantegnas Studienblatt einem Bieter am Telefon während der Auktion. Es wird vermutet, dass es sich bei diesem Käufer um den New Yorker Finanzmann und Sammler Leon Black handelt, der sich auf dem Markt für Zeichnungen schon viele Trophäen für Rekordpreise gesichert hat, darunter das Pastell von Edvard Munchs „Der Schrei“ und einen Apostelkopf von Raffael.

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