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Nagel Auktionen : Porträt der Direktorin

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Auf der Frühjahrsauktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst bei Nagel in Stuttgart erleben fünf Ölbilder von Gabriele Münter ihre Marktpremiere.

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          Die Frühjahrsauktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst am 8.Mai bei Nagel in Stuttgart steht vor allem im Zeichen von Gabriele Münter. Fünf Ölbilder aus unterschiedlichen Schaffensphasen, die sämtlich aus einer Privatsammlung in Baden-Württemberg stammen, haben ihre Marktpremiere. Unter ihnen sticht besonders ein 1934 entstandenes Porträt der ersten deutschen Museumsdirektorin Hanna Stirnemann hervor, die einige Werke der Künstlerin im selben Jahr im Stadtmuseum von Jena ausstellte. Auf dem Bild ist sie mit Kurzhaarschnitt und farbig auffälliger Kleidung als moderne, selbstbewusste Frau zu erkennen. Als solche wurde sie für die nationalsozialistischen Machthaber „politisch untragbar“ und zum Rücktritt gezwungen. Das Gemälde in Öl auf Karton ist auf 40.000 Euro geschätzt. Eine zweite Version befindet sich im Landesmuseum Oldenburg.

          Ein besonders farbenfrohes Gemälde

          Mit ebenfalls 40.000 Euro ist ein Blumenstillleben mit „Dunklen Chrysanthemen“ von Münter aus dem Jahr 1954 taxiert. Das früheste Gemälde der Suite datiert aus Münters Zeit in Skandinavien: „Straße in Stocksund“ von 1916 ist mit 80.000 Euro bewertet. Ein besonders farbenfrohes Gemälde aus dem Jahr 1933 trägt den Titel „Auf dem Balkon“ (Taxe 70.000 Euro). Aus derselben Sammlung kommen weitere Werke expressionistischer Künstler, wie Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner. Zu den Spitzen der Auktion gehören auch zwei Vorstudien des Verpackungskünstlers Christo: Er und seine Frau Jeanne-Claude ließen 1991 mehr als 3000 Regenschirme in Japan und in den Vereinigten Staaten aufstellen; die Projektkosten beliefen sich laut dem Künstlerpaar auf 26 Millionen Dollar. Die angebotenen Vorarbeiten zu „Umbrellas“ in Blau und Gelb sollen jetzt je 40.000 Euro einbringen.

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