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Moderne und zeitgenössische Kunst : Kleine Venus mit großer Wirkung

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Wenn am 2. Dezember bei Van Ham in Köln 700 Gemälde und Skulpturen aufgerufen werden, ist eine Plastik eines der Spitzenlose: Maillols nur 28,7 Zentimeter hohe Bronze „Baigneuse sans bras/Petite Vénus“ von 1905 soll für 25.000 Euro unter den Hammer kommen.

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          „Blumenstilleben mit chinesischem Buddha“ ist der Titel, den Max Hermann Pechstein 1923 seinem 96,5 mal 70 Zentimeter großen Gemälde gab (Taxe 90.000 Euro); es kommt aus einer Privatsammlung am Bodensee und ist eines der schönsten unter den 700 Losen, die bei Van Ham in Köln am 2. Dezember aufgerufen werden.

          Ein paar Seiten weiter im Katalog leuchtet eine, gerade 21 mal 29,7 Zentimeter kleine, vollkommen abstrakte Oberfläche wie ein pastellhelles Feuer. Sie soll 60.000 Euro bringen; denn sie stammt von Gerhard Richter (auch wenn sie, als ehemaliges Geschenk an einen Freund, nicht im Werkverzeichnis gelistet ist, hat Richter die Authentizität in einem Schreiben bestätigt).

          Von Wiederentdeckungen und Spitzenlosen

          „T-1962-U 38“, Hans Hartungs orange-blau-schwarze Kompositon, ist mit 45.000 Euro bewertet, die schöne, dunkelgrün verschlungene Komposition T-1989- A 50“ mit 30.000 Euro. Im reichen Angebot vor allem deutscher Malerei kann Marta Hegemanns verschollen geglaubtes Gemälde „Junge Frau mit Herrenschirm“ von 1926/27 als Wiederentdeckung gelten (7500).

          Spitzenlos bei der Plastik ist Maillols nur 28,7 Zentimeter hohe Bronze „Baigneuse sans bras/Petite Vénus“ von 1905 (25.000). Bei der Kunst nach 1945 firmiert George Rickeys „Ohne Titel (Single Line)“ von 1964 (4500) neben zwei Spiegelobjekten Adolf Luthers (15.000 und 10.000). Zur südamerikanischen Avantgarde zählen die „Physie Chromie Nr. 1.141“, ein 1979 entstandenes Quadrat aus riffeligem Aluminium und Farbe von dem in Venezuela geborenen Carlos Cruz-Diez (20.000), und zwei Objekte von Jesús Raphael de Soto, konstruktivistische Collagen aus Zeichnung und Transparentfolie (je 12.000).

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