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Reformpläne in Köln : Alles ist möglich

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Keine Tabus mehr: Die Art Cologne steht vor einschneidenden Veränderungen. Die Diskussion um die Zukunft der Messe könnte nun endlich Resultate bringen. Messeleitung, Galerien und Verbände haben sich zusammengesetzt - alles über den Stand der Verhandlungen.

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          Wenn man allen Beteiligten glaubt, dann steht die Art Cologne, die in drei Monaten stattfinden, vor einer entscheidenden Neuausrichtung. Nachdem gewichtige Kölner Galeristen im Herbst 2007 mit Absage drohten, sollte die Traditionsschau nicht ganz neu aufgestellt werden, reagierte die Koelnmesse: Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt lud zum runden Tisch, an dem auch der „Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen“ (BVDG) Platz nahm, der sich in einer besonderen Rolle sieht; jedenfalls formuliert das sein Vorsitzender Klaus Gerrit Friese in einer Presseerklärung: „Es bedarf der konzertierten Aktion, und der BVDG ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.“

          Strukturreform?

          Die konkurrierenden Messen - Frieze, Art Basel Miami Beach, das Berliner Artforum oder die Pariser FIAC -, die Köln mit der Fokussierung auf zeitgenössische Kunst und mit globalem Flair den Rang ablaufen, sind für die deutschen Galeristen nicht unbedingt eine Alternative; sie können es sich, wie ein BVDG-Mitglied sagt, „nicht alljährlich leisten, in Miami oder London dabei zu sein, und nicht jeder deutsche Sammler will ständig im Flugzeug sitzen“. Man hört, dass die Leitung der Koelnmesse bereit wäre, eine neue Struktur, eventuell eine neue Trägerschaft zu akzeptieren; man hört, dass nicht nur die Kritiker in den Kölner Galerien bereits das neue Profil und Personalien diskutieren. Derzeit scheint alles möglich, plötzlich wird auch über Unerhörtes nachgedacht: einen Umzug, zum Beispiel in die attraktive historische Staatenhalle, die jedoch nur 20.000 Quadratmeter bietet (bisher hatte man 50.000).

          Die Art Cologne wäre dann gerade noch doppelt so groß wie die fast gleichzeitig stattfindende, junge duesseldorf contemporary, die auf das Fußballfeld der LTU-Arena umzieht. Doch weil „nach dem Eklat“ auch „vor der Messe“ bedeutet, wird vor der anstehenden Generalsanierung, aus den Trümmern der vergangenen Konzepte, erst einmal die nächste Art Cologne erstehen - und es scheint, als hätte man sich, der ungeklärten Situation zum Trotz, viel vorgenommen: Obwohl die Akquisition der Teilnehmer schleppend verlaufe, habe sich die Jury das Ziel gesetzt, in diesem Jahr besonders hart auszuwählen, so heißt es.

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