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Eher gemischt : Ein Resümee der Arcomadrid

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Wirklich unzufrieden will kein Galerist mit den Verkäufen auf der Arcomadrid sein, doch zusammengenommen ergibt sich ein durchwachsenes Ergebnis.

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          Das Verkaufskarussell hat sich dieses Jahr auf der Madrider Messe für Gegenwartskunst Arco nur langsam zu drehen begonnen. Und auch bis zum Schluss wurde es nicht mehr richtig schnell. Die meisten Aussteller bestätigen, dass sie weniger absetzen konnten als 2008. Die Messeleitung hingegen gab bekannt, dass die Erwartungen überdurchschnittlich erfüllt worden seien. Bei mehr als 300.000 Euro fanden sich jedoch keine Liebhaber für die Kunstwerke mehr, die meisten wurden im Segment bis 100.000 Euro vermittelt.

          Marlborough aus New York konnte Luís Gordillos Gemälde „Rebanada de cabeza en forma de jardín“ für 140.000 Euro und drei Zeichnungen von Botero für je 62.000 Euro vermitteln. Lelong aus Paris hat „Slumberland Nuria IV“ von Jaume Plensa für 180.000 Euro verkauft. Sehr zufrieden zeigt sich die brasilianische Galerie DAN aus São Paulo; man habe gute Ergebnisse mit dem Venezolaner Jesús Rafael Soto erzielt, einige brasilianische Künstler seien gut angekommen, aber auch der Deutsche Knopp Ferro und der spanische Fotograf José Ballester.

          Zufriedenheit bei Madrider Galerien

          Die Preise haben hier zwischen 12.000 und 250.000 Euro gelegen. Gute Ergebnisse verkünden auch die Madrider Galerien Soledad Lorenzo, Juana de Aizpuru, Espacio Mínimo und Pepe Cobo: Es sei insgesamt zwar weniger los gewesen, aber an den ersten beiden Tagen habe man wichtige Sammler am Stand gehabt, hieß es übereinstimmend. Das Museum für zeitgenössische Kunst Reina Sofía hat bei Pepe Cobo aus Madrid ein Werk von Cristina Iglesias erworben.

          Marian Goodman hat Fotos von Gabriel Orozco zwischen 15.000 und 25.000 Euro an die Arco-Stiftung verkauft. Die Stiftung erwarb ferner bei Christopher Grimes aus Santa Monica eine großformatige Fotografie von Veronika Kellndorfer für 16.000 Euro. Grimes sagte jedoch, dass er 2008 viel besser verkauft habe.

          Beliebte Strandansichten bei Greve

          Auch bei Karsten Greve aus Köln hörte man, dieses Jahr sei nicht sehr gut gelaufen, eher durchwachsen; nur im unteren und mittleren Segment sei das Geschäft gut gelaufen, etwa mit Yiorgos Kordakis' malerischen Strandfotos „Global Summer“ für 5000 bis 8000 Euro.

          Die teuren Werke blieben aber auch bei Greve unberührt. Für 2010 sollen erstmals Galerien aus einer einzelnen Stadt, nicht aus einem Land eingeladen werden; die Wahl fiel auf Los Angeles. Außerdem soll die Anzahl der Teilnehmer noch weiter begrenzt werden; zugunsten der Qualität, so heißt es.

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