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Art Basel 2009 : Qual der Wahl

  • -Aktualisiert am

Mehr Aussteller als je zuvor haben sich für die diesjährige Art Basel beworben - zum Stand der Dinge vier Monate vor der Eröffnung.

          Insgesamt 1100 Galerien haben sich darum beworben, im Juni ihre Künstler auf der Art Basel zeigen zu dürfen. Mit dieser Rekordmarke können die Direktoren Annette Schönholzer und Marc Spiegler vorerst durchatmen und bis zum Messebeginn am 10. Juni die Messe weiter auf Kurs halten. Rund dreihundert Galeristen werden sie dann einladen, an den Rhein zu kommen. Man darf davon ausgehen, dass die Großen der Branche einmal mehr ihre angestammten Plätze belegen werden. Denn offenbar ist und bleibt Basel die erste Adresse im internationalen Galerienschaulaufen, und keiner möchte fehlen.

          Auch die Nebenmessen in Basel setzen vorerst auf Optimismus und streben ihre Vorjahresbilanzen an. So reagiert die inzwischen gut etablierte Volta-Show mit niedrigeren Standmieten auf die aktuelle Situation und sieht sich durch eine hohe Zahl von Interessenten bestätigt. Offen ist noch der Ort für diese Messe, nachdem die alten Hallen am Hafenbecken weggefallen sind. Dorthin könnte es stattdessen die Art Asia Fair ziehen, die während der Art Basel Miami Beach zeitgenössische Kunst aus Fernost zeigte und sich nun erstmals in der Schweiz präsentiert.

          Neue Satelliten

          Auch zwei andere neue Nebenakteure aus den Vereinigten Staaten wollen den kräftigen Sog der vierzigsten Ausgabe der Art Basel für ihre Zwecke nutzen, nachdem sie schon die Art Miami begleitet haben. So werden aller Voraussicht nach die Red Dot Art Fair und die Bridge Art Fair 2009 erstmals in Basel antreten. Red Dot aus New York sucht die stadträumliche Nähe zum Messegelände und will seine 45 Stände in einem Hotel unterbringen.

          Die Bridge Art Fair aus Chicago könnte am äußersten Stadtrand ihr Glück versuchen; das Fußballstadion im Sankt-Jakob-Park soll zur temporären Kunstarena umgestaltet werden. Das Maß aller Dinge sind aber natürlich weniger die Zahlen und Absichtserklärungen vor, sondern vor allem die Verkäufe während und die Resümees nach der Messe. Zur seriösen Beurteilung der Lage wird man sich also noch bis zum Frühsommer gedulden müssen. Doch die Zeichen stehen gut für Basel.

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