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Auktionsrekorde in New York : Eine teure Scheidung und eine sehr wertvolle Frau

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34,9 Millionen Dollar mit Aufgeld für Frida Kahlos Selbstporträt „Diego y yo“: Nie wurde ein höherer Preis für ein Werk dieser Künstlerin aufgerufen. Bild: AP

Konfliktreiche Ehen beflügeln den Kunstmarkt: Die Versteigerung der Sammlung Macklowe, die das Paar in Scheidung versteigern muss, sorgt für einen Rekord bei Sotheby’s. Und Frida Kahlos Selbstporträt mit ihrem Mann, „Diego y yo“, erlebt eine enorme Wertsteigerung.

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          Die aufgrund ihrer Scheidung zur Versteigerung gestellte Kunstsammlung von Linda und Harry Macklowe hat in New York rund 700 Millionen Dollar brutto (etwa 620 Millionen Euro) eingebracht.

          Blieb im Rahmen seiner Erwartungen: „No. 7“ von Mark Rothko, 1951, Öl auf Leinwand, 240,7 mal 138,7 Zentimeter, Taxe 70 bis 90 Millionen Dollar, verkauft für 82,5 Millionen Dollar mit Aufgeld.
          Blieb im Rahmen seiner Erwartungen: „No. 7“ von Mark Rothko, 1951, Öl auf Leinwand, 240,7 mal 138,7 Zentimeter, Taxe 70 bis 90 Millionen Dollar, verkauft für 82,5 Millionen Dollar mit Aufgeld. : Bild: dpa

          Damit sei es die Versteigerung mit dem höchsten Gesamtwert in der Geschichte des Auktionshauses, teilte Sotheby's am Dienstag mit. Teuerstes Stück war das Bild „No. 7“ des amerikanischen Künstlers Mark Rothko (1903-1970), das für rund 82,5 Millionen Dollar mit Aufgeld verkauft wurde. Die Skulptur „Le Nez“ des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti (1901-1966) brachte rund 78,4 Millionen Dollar. Rund 35 weitere Werke wurden für zweistellige Millionenbeträge versteigert, so dass insgesamt gut 676 Millionen Dollar erzielt wurden.

          Linda und Harry Macklowe waren fast sechzig Jahre verheiratet. Über die Details ihrer Scheidung stritten sich der New Yorker Immobilien-Mogul und die Kunstexpertin lange und erbittert vor Gericht. Ein Richter ordnete schließlich an, dass die Kunstsammlung des Paares – Dutzende, über Jahrzehnte erworbene moderne und zeitgenössische Meisterwerke – größtenteils verkauft werden müsse, um den Wert der Sammlung zu ermitteln. Der erste Teil der Sammlung war nun Abschluss-Highlight der traditionellen New Yorker Herbstauktionen, der zweite Teil soll im kommenden Jahr bei Sotheby's versteigert werden.

          Weitere Rekorde fielen für Werke von Enrico Donati, Frida Kahlo, Pierre Soulages und eine Keramik von Pablo Picasso in der Abendauktion mit Moderne bei Sotheby's. Insgesamt erbrachte diese 283 Millionen Dollar und übertraf die obere Gesamtschätzung von 282,9 Millionen.

          Den Coup, der die größte Aufmerksamkeit garantierte, landete ein argentinischer Immobilienunternehmer: Für 34,9 Millionen Dollar mit Aufgeld sicherte sich Eduardo Francisco Constantini für seine Sammlung das begehrte Selbstporträt von Frida Kahlo „Diego y yo“ aus dem Jahr 1949, das sie und ihren Ehemann Diego Rivera schmerzlich vereint zeigt. Nie wurde auf einer Auktion ein höherer Preis für eine Arbeit der mexikanischen Künstlerin gezahlt: Ihr Rekord lag bisher bei 8 Millionen Dollar. 1990 war „Diego y yo“ bei Sotheby's noch für 1,4 Millionen Dollar verkauft worden.Claude Monets Ölbild „Coin du Bassin aux myphéas“, das nach fast 25 Jahren in einer Privatsammlung wieder auf dem Markt kam, erzielte 50,8 Millionen.

          Insgesamt hat Sotheby's damit in der Auktionswoche, in der noch fünf Versteigerungen folgen, schon 959 Millionen Dollar eingenommen. Konkurrent Christie's teilte unterdessen mit, im Rahmen der Herbstauktionen Kunst im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar versteigert zu haben.

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