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Versteigerung in London : Lucian Freuds Hockney-Porträt für 15 Millionen Pfund verkauft

  • Aktualisiert am

Lucian Freud: „David Hockney“, 2002, Öl auf Leinwand, 40,6 mal 31,1 Zentimeter, mit Aufgeld für knapp 15 Millionen Pfund verkauft bei Sotheby’s. Bild: dpa

Treffen der Giganten: Im Jahr 2002 malte Lucian Freud ein Porträt seines Malerkollegen David Hockney. Nun wurde das Bild bei Sotheby’s in London versteigert – und bleibt in Großbritannien.

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          Ein Porträt des britischen Malers David Hockney, 2002 gemalt von seinem Freund und Kollegen Lucian Freud, ist im Rahmen des „Modern British Evening Sale“ am Dienstag bei Sotheby's in London für 12,8 Millionen Pfund zugeschlagen worden. Es übertrifft bei seinem Auktionsdebüt knapp seine obere Schätzung von 12 Millionen. Zuletzt öffentlich zu sehen war das Werk aus einer Privatsammlung in der Freud-Schau der National Portrait Gallery im Jahr 2012. Mit Aufgeld bezahlt der Käufer nun 14,9 Millionen Pfund (17,4 Millionen Euro). Fünf  internationale Bieter hatten per Telefon um das Werk konkurriert; es ging an einen Sammler in London.

          Hockney bezeichnete es als eine „sehr denkwürdige und angenehme Erfahrung“, für das Porträt Modell gesessen zu habe. Er und Freud hätten während dessen geplaudert und Tee getrunken. Hundert gemeinsam verbrachte Stunden seien „in
          das Bild hinein geschichtet. Er hat immer etwas hinzugefügt, selten etwas weggenommen. Das sieht man wirklich.“

          Der 83 Jahre alte Hockney und der 2011 im Alter von 88 Jahren verstorbene Freud hatten sich 1962
          kennengelernt. Freud galt zum Zeitpunkt seines Todes als der größte lebende britische Maler. Auch Hockney wird als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart gefeiert.

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