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Rybolowlew will in London klagen : Private Verkäufe?

Kämpft an allen Fronten: Der russische Milliardär Dimitri Rybolowlew fühlt sich von seinem Kunsthändler hintergangen. Bild: dpa

Der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew prozessiert seit 2015 gegen den Kunsthändler Yves Bouvier. Nun erzielte er in New York einen ersten Teilsieg.

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          Seit Januar 2015 klagt der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew gegen Yves Bouvier, den Schweizer Freihafenbetreiber und Händler, durch dessen Vermittlung er fast vierzig Kunstwerke erwarb. Dazu zählt der im November für 450 Millionen Dollar versteigerte „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci. Bouvier hatte die 2013 bei einem Händlerkonsortium für achtzig Millionen Dollar erworbene Tafel gleich an Rybolowlev weiterverkauft für 127,5 Millionen Dollar. Ähnliche Schnitte soll Bouvier bei Werken von Modigliani, Matisse und Klimt gemacht haben. Deshalb führt der Russe wegen Betrugs und Geldwäscherei Klage gegen Bouvier, der auch beschuldigt wird, ihm zwei gestohlene Picassos verkauft zu haben. Der Fall zieht immer weitere Kreise. Nicht nur, dass inzwischen Anwälte und Gerichte auf drei Kontinenten damit befasst sind. Auch Sotheby’s bekommt den Unmut Rybolowlews zu spüren. Er wirft dem Auktionshaus vor, in geheimer Absprache mit Bouvier die Preise hochgetrieben zu haben. Bouvier soll etwa ein Drittel der Objekte, die er an Rybolowlew weiterverkaufte, durch Vermittlung von Sotheby’s in privaten Transaktionen erworben haben. Die private sales erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, weil diese Geschäfte mit äußerster Diskretion abgewickelt werden. Rybolowlew behauptet, Samuel Valette, bei Sotheby’s der zweite Mann in der Abteilung für Privatgeschäfte, sei zugegen gewesen, als er in Wien Gustav Klimts „WasserschlangenII“ und in New York den „Salvator Mundi“ besichtigt habe. Sotheby’s bestreitet, überhaupt gewusst zu haben, wer Bouviers Kunde gewesen sei. Das Auktionshaus wehrt sich jetzt gegen den Versuch Rybolowlews, die Klage nach London zu tragen; Sotheby’s bezeichnet das als bloße Taktik. Rybolowlew nutze den Standort des Auktionshauses in London als Vorwand für den Versuch, seinen weltweiten Rechtsstreit mit Bouvier vor die britischen Gerichte zu bringen, obwohl das Berufungsgericht in Singapur befunden hatte, dass der Fall in Genf angehört werden solle. In der Schweiz aber hat Rybolowlew schlechte Erfahrungen gemacht, bei seinem Scheidungsprozess. In New York erlangte er jetzt einen Teilsieg. Ein Richter urteilte, dass die versiegelten Dokumente, die Sotheby’s für die anhängigen Verfahren in Monaco, Singapur und Frankreich übergeben hat, auch in London eingesehen werden dürfen.

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