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Künstler: „Ist nicht von mir“ : Kunsthändler verliert Prozess um angebliches Uecker-Werk

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Die Klägerin Francesca Ventola (l.) und ihr Rechtsanwalt Reinhard Selke mit dem verpackten, angeblich von Günther Uecker geschaffenen Kunstwerk vor einem Prozesstag im Juni Bild: dpa

Der Künstler hatte im Prozess ausgesagt, das „Sandbild 1986 auf Büttenpapier“ nie zuvor gesehen zu haben. Jetzt muss der Kunsthändler eine Anzahlung auf den Kauf zurückzahlen.

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          Im Streit um ein vermeintliches Bild von Zero-Künstler Günther Uecker hat ein Kunsthändler vor dem Düsseldorfer Landgericht eine Niederlage kassiert. Er muss der Käuferin des Bildes 7500 Euro Anzahlung erstatten. Das hat das Gericht an diesem Montag verkündet (Az.: 3 O 19/19). Die Käuferin des Werkes „Sandbild 1986 auf Büttenpapier“ hatte den Händler verklagt, weil sie das Werk inzwischen für eine Fälschung hält.

          Der Kunsthändler hatte dagegen beteuert, das Bild sei echt und weit mehr wert als die insgesamt vereinbarten 15.000 Euro. „Nagel-Künstler“ Uecker (90) hatte das Bild allerdings als Fälschung eingestuft.

          „Das ist nicht von mir“, hatte er als Zeuge im Prozess ausgesagt, nachdem er das Bild mit einer kleinen Lupe inspiziert hatte. „Das sehe ich zum ersten Mal. Auch die Signatur stammt nicht von mir.“

          Das Gericht befand, der Kunsthändler hätte die Echtheit des Bildes vor dem Verkauf genau prüfen müssen. Weil er dies nicht getan habe, habe die Klägerin Anspruch auf Rückabwicklung. Nach eigenen Angaben hatte er den „Uecker“ vom Sohn eines Kunst-Spediteurs für 6000 Euro gekauft und gehofft, es in seiner Galerie für bis zu 45.000 Euro verkaufen zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

          Uecker zählte mit Heinz Mack und Otto Piene zur berühmten Künstlergruppe Zero, die 1958 gegründet wurde. Die Künstler bemühten sich um einen Neuanfang, eine „Stunde Null“ für die Nachkriegskunst.

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