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: Knallbunte Weltanschauung

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Martin Parr ist Reisefotograf, vielleicht derzeit der berühmteste der Welt. Weil er unterwegs immer wieder gern Touristen mit ironisch-kritischem Blick beobachtet, erscheinen seine Aufnahme nicht nur in Urlaubsmagazinen; und weil er mit knallbunten Tönen, grellem Blitz und kühnen Weitwinkelperspektiven ...

          Martin Parr ist Reisefotograf, vielleicht derzeit der berühmteste der Welt. Weil er unterwegs immer wieder gern Touristen mit ironisch-kritischem Blick beobachtet, erscheinen seine Aufnahme nicht nur in Urlaubsmagazinen; und weil er mit knallbunten Tönen, grellem Blitz und kühnen Weitwinkelperspektiven eine neue Ästhetik der Farbfotografie auf den Weg gebracht hat, hängen seine Bilder längst auch in Museumsausstellungen. C/O Berlin widmet seinem Gesamtwerk momentan eine umfangreiche, beeindruckende Schau, die einmal um den Globus führt. Eher zufällig ist parallel dazu bei Phaidon ein Überblicksband erschienen, der Parrs Werk auffächert von den frühen Schwarzweißaufnahmen aus den Siebzigern über Makroaufnahmen englischer klebriger Küchlein und fetter Bratwürste bis zu Strandurlaubern in Uruguay, die kaum weniger appetitlich in der Sonne brutzeln. ( F.L.)

          "Martin Parr" von Sandra S. Phillips. Phaidon Verlag, Berlin 2008. 128 Seiten, 56 Fotos. Gebunden, 19,95 Euro. Die umfangreiche Parr-Ausstellung "Assorted Cocktail" ist bei C/O Berlin im Postfuhramt, Oranienburger Straße / Ecke Tucholskystraße noch bis zum 24. Februar zu sehen.

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