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: Fadenheftung

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Marcel Duchamp ließ drei Fäden nacheinander aus einem Meter Höhe herabfallen, schnitt nach deren so entstandener Gestalt drei Holzlineale und fixierte die Fäden selbst auf schwarzem Grund. Die so entstandenen "Trois Stoppages Étalon", die mit Elementen wissenschaftlicher Standardisierung ihr Spiel ...

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          Marcel Duchamp ließ drei Fäden nacheinander aus einem Meter Höhe herabfallen, schnitt nach deren so entstandener Gestalt drei Holzlineale und fixierte die Fäden selbst auf schwarzem Grund. Die so entstandenen "Trois Stoppages Étalon", die mit Elementen wissenschaftlicher Standardisierung ihr Spiel treiben, gewannen noch dadurch an Reiz, dass der prätendierte Zufall vielleicht gar keiner war: Verdächtig elegant ist jedenfalls der Schwung der Fäden, und wie von Duchamp behauptet genau einen Meter lang sind sie obendrein nicht. Am Faden solcher Fäden kommt Gunnar Schmidt zu interessanten Fragen. Seine "Ästhetik des Fadens" bietet kurze Beobachtungen zu einer Reihe von zeitgenössischen Künstlern, die auf denkbar verschiedene Weisen Fäden schlingen, spannen und verwirren. Mit Theorieverschnürungen hält sich der Autor angenehm zurück, und Langfädigkeit ist vermieden. (Gunnar Schmidt: "Ästhetik des Fadens". Zur Medialisierung eines Materials in der Avantgardekunst. transcript Verlag, Bielefeld 2007. 152 S., br., 14,80 [Euro].) hmay

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