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: Engel, sprich zu mir!

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Die moderne Angelologie oder Engellehre ist eine heikle Angelegenheit. Sofern sie sich nicht auf die gelehrte Kommentierung theologischer Quellen beschränkt, wird sie leicht zur netten Spielerei. Oder um es in den treffenden Worten des rumänischen Philosophen Andrei Plesu zu sagen: Sie steht "zwischen dogmatischer ...

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          Die moderne Angelologie oder Engellehre ist eine heikle Angelegenheit. Sofern sie sich nicht auf die gelehrte Kommentierung theologischer Quellen beschränkt, wird sie leicht zur netten Spielerei. Oder um es in den treffenden Worten des rumänischen Philosophen Andrei Plesu zu sagen: Sie steht "zwischen dogmatischer Steifheit, pompös-militanter Sentimentalität und wissenschaftlicher Kargheit". Plesu sieht nicht nur die Gefahren, er weiß in seinem Buch auch einen Mittelweg zu finden, der Erläuterungen zu angelologischen Traditionen mit eigenen Akzentsetzungen verbindet. Von den Engeln als Wesen des Zwischenreichs, als geistige und doch geschaffene Geschöpfe, wird gut dogmatisch der Ausgang genommen, um dann mal in freieren, mal in nüchterneren Variationen diesen beispielhaften Vergleichsfiguren Einsichten über das Zwischenweltliche unserer eigenen Existenz abzugewinnen. Gesprächig waren Engel nie, im Gegensatz zu ihren Gegenspielern aus dem Zwischenreich, den Dämonen. Plesu hält es mit der Einsicht jedes soliden Angelologen, dass Engel uns mehr zu sagen vermögen, als sie uns mit ihren, also unseren Worten sagen könnten. (Andrei Plesu: "Das Schweigen der Engel". Aus dem Rumänischen von Georg Aescht. Berlin University Press, Berlin 2007. 221 S., geb., 24,80 [Euro].) hmay

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