https://www.faz.net/-gyz-vujn

: Engel, sprich zu mir!

  • Aktualisiert am

Die moderne Angelologie oder Engellehre ist eine heikle Angelegenheit. Sofern sie sich nicht auf die gelehrte Kommentierung theologischer Quellen beschränkt, wird sie leicht zur netten Spielerei. Oder um es in den treffenden Worten des rumänischen Philosophen Andrei Plesu zu sagen: Sie steht "zwischen dogmatischer ...

          1 Min.

          Die moderne Angelologie oder Engellehre ist eine heikle Angelegenheit. Sofern sie sich nicht auf die gelehrte Kommentierung theologischer Quellen beschränkt, wird sie leicht zur netten Spielerei. Oder um es in den treffenden Worten des rumänischen Philosophen Andrei Plesu zu sagen: Sie steht "zwischen dogmatischer Steifheit, pompös-militanter Sentimentalität und wissenschaftlicher Kargheit". Plesu sieht nicht nur die Gefahren, er weiß in seinem Buch auch einen Mittelweg zu finden, der Erläuterungen zu angelologischen Traditionen mit eigenen Akzentsetzungen verbindet. Von den Engeln als Wesen des Zwischenreichs, als geistige und doch geschaffene Geschöpfe, wird gut dogmatisch der Ausgang genommen, um dann mal in freieren, mal in nüchterneren Variationen diesen beispielhaften Vergleichsfiguren Einsichten über das Zwischenweltliche unserer eigenen Existenz abzugewinnen. Gesprächig waren Engel nie, im Gegensatz zu ihren Gegenspielern aus dem Zwischenreich, den Dämonen. Plesu hält es mit der Einsicht jedes soliden Angelologen, dass Engel uns mehr zu sagen vermögen, als sie uns mit ihren, also unseren Worten sagen könnten. (Andrei Plesu: "Das Schweigen der Engel". Aus dem Rumänischen von Georg Aescht. Berlin University Press, Berlin 2007. 221 S., geb., 24,80 [Euro].) hmay

          Weitere Themen

          Gestohlenes Klimt-Werk nach 20 Jahren wieder aufgetaucht Video-Seite öffnen

          Sensationsfund : Gestohlenes Klimt-Werk nach 20 Jahren wieder aufgetaucht

          Ein durch Zufall gefundenes Gemälde wurde als das vor mehr als 20 Jahren gestohlene Werk von Gustav Klimt "Bildnis einer Frau" identifiziert. Das Gemälde wurde im Dezember in der Außenmauer eines italienischen Museums in Piacenza entdeckt. Nun bestätigt die Museumsleitung, dass es sich bei dem Fund tatsächlich um das Original handelt.

          Von einer Dunkelheit in die nächste

          FAZ Plus Artikel: Iran nach dem Abschuss : Von einer Dunkelheit in die nächste

          Der Abschuss der Passagiermaschine mag ein Versehen gewesen sein. Das Netz von Lügen, das die iranische Propaganda tagelang spann, war es nicht. Bei jeder Katastrophe kommt inzwischen die Frage auf, ob die Regierung ihre Finger im Spiel hatte. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.