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: Die Schönheit der abgewandten Seite

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Als Indien 1974 das Einreiseverbot ins ehemalige buddhistische Königreich Ladakh lockerte, ergriff Jaroslav Poncar, Fotograf und Professor an der Fachhochschule Köln im Fachbereich Fotoingenieurwesen und Medientechnik, als einer der ersten Reisenden aus dem Westen im Juli desselben Jahres die unerwartete Chance und reiste in das "Land der Pässe".

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          Als Indien 1974 das Einreiseverbot ins ehemalige buddhistische Königreich Ladakh lockerte, ergriff Jaroslav Poncar, Fotograf und Professor an der Fachhochschule Köln im Fachbereich Fotoingenieurwesen und Medientechnik, als einer der ersten Reisenden aus dem Westen im Juli desselben Jahres die unerwartete Chance und reiste in das "Land der Pässe". Es folgten viele weitere Reisen in die Himalaja-Region, deren Gebiet größtenteils zum indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir gehört, vier davon im Winter. Das Titelfoto des Bildbands, der Aufnahmen aus knapp dreieinhalb Jahrzehnten vereint, zeigt das Kloster Stakna samt Stupa vor den graumelierten Hängen des verschneiten Hochgebirges. Die Aufnahme entstand 1975. Asphaltpisten und Betongebäude haben seither das vom Schnee fast acht Monate von der Welt abgeschnittene Ladakh erreicht, wie Poncar 2008 enttäuscht feststellen musste. Ladakh ist buchbar geworden. Der verstörenden Schönheit der Steinwüste mit ihren weltabgewandten Klöster und aus dem Nichts auftauchenden Siedlungen tut es scheinbar keinen Abbruch.

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          "Ladakh 1974-2008. A Photographic Homage" von Jaroslav Poncar mit Texten von John Keay. Serindia Publications, Chicago 2010. 302 Seiten, viele Schwarzweiß- und Farbfotos. Gebunden, 75 Euro.

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