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Sachbuch : Ein Pariser Couturier als Spiritus Rector

Herausragende Kunstwerke, Möbelstücke und noch mehr Bücher: Teile der umfangreichen Sammlung des französische Modeschöpfer Jacques Doucet findet man heute in den Bibliotheken von Paris

Tolkien und deutsche Kritiker : Frodos Erwachen

„Pedantisch konstruierte Geschichte“: Vor 50 Jahren erschien der erste Band von Tolkiens „Der Herr der Ringe“ auf Deutsch. Was sagten die Kritiker dazu?

Presse und Digitalkonzerne : Doppel-Döpfner

Wie hältst Du es mit den Digital-Giganten? Das ist für Presseverlage eine Frage, von der ihr Überleben abhängt. Mathias Döpfner, Springer-Vorstandschef und Präsident der Zeitungsverleger, scheint eine Antwort zu haben.

Der Brexit und die Folgen : Breit mit Boris

Leere Supermärkte, knappe Medikamente: Gibt es nichts Positives nach dem Brexit? Doch, sagt die britische Regierung – die Rückkehr der Duty-Free-Läden.

Jenaer Erklärung : Der Mist mit den Rassen

Streicht den Begriff „Rasse“, fordern Biologen, denn Rassismus hat wissenschaftlich null Substanz. Wenn das so einfach wäre. Über Säuberungsversuche im Reich der Mythen.

Züricher Aktionskunst : Waffentheater

Das Züricher Theater am Neumarkt macht nicht allzuoft von sich reden – und wenn, dann eher nicht mit Theaterinszenierungen.

Studie zum Lehrermangel : Der Rechenfehler der Kultusminister

Völlig überraschend für die Kultusministerkonferenz werden mehr Schüler eingeschult als erwartet. Wie kann das sein? Und wie wirkt sich der Lehrermangel auf den ohnehin schon knappen Unterricht aus?

LGBTQI-Parcours im Bodemuseum : Gendersternchen nach Betlehem

Die „Vielfalt sexueller Identitäten“ bei Künstlern und Kunstwerken: Der Parcours „Spielarten der Liebe“ im Bodemuseum gleicht jener Suche nach „Stellen“, die Zensoren und hormongetriebene Jugendliche zu Liebesromanen greifen lässt.

Rezension : Rohrpost im Kampf um die Moderne

Der Galerist und sein Berater: Paul Guillaume und Guillaume Apollinaire wechseln aufschlussreiche Briefe über Künstler, Erfolgsstrategien und den Kunsthandel.

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  • Pariser Lebensart : Très bourgeois

    Das Musée Jacquemart-André bezeugt ein ganzes Jahrhundert Sammlungsgeschichte: Dahinter steht das Schicksal eines Ehepaars.
  • : Die Agentin mit der Perlenkette

    Es war 1940, als Coco Chanel ihren Offizier traf. Sie war 57 Jahre alt. Ihr Geschäft lief leidlich, fünf Jahre zuvor war ihr Geliebter Paul Iribe an Herzversagen gestorben. "Es gibt nichts Schlimmeres als das Alleinsein", sagte sie zu Freunden. Baron Hans Günther von Dincklage, den sie vermutlich vor dem Krieg schon einmal getroffen hatte, muss ihr wie eine Lichtgestalt vorgekommen sein.
  • : Als Mona Lisa einmal ihre Heimat wiedersah

    PARIS, im AugustIn den Ansichtskartenständern der entlegensten Pariser Kioske prangt zwischen Eiffelturm und Sacré-Coeur oft auch "La Joconde", wie die Franzosen die "Mona Lisa" nennen. Dieses Angebot ist wohl Spätfolge eines Booms, der vor genau hundert Jahren eingesetzt hat. Denn das heute so populäre Bildnis wurde mit einem Schlag berühmt, als es plötzlich durch Abwesenheit glänzte.
  • : Keine Kastenbrillenaugen

    Man kann es den Menschen am Gesicht ansehen, ob sie von gestern oder von heute sind. Ist es nicht so, dass es früher viel mehr ganz eigene Typen gab? Die Gesichter aus einer anderen Zeit, die wir hier sehen - von den Zwanzigern bis in die Vierziger des vorigen Jahrhunderts -, laden dazu ein, das Blaue vom Himmel in sie hineinzugeheimnissen.
  • : Ein bisserl Philosophie für das Bietgefecht

    Seit etwa zwei Jahrzehnten ist das Geschehen am internationalen Kunstmarkt in den Horizont einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Ein Ausgangspunkt dafür ist der massive Einbruch, den Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre vor allem impressionistische, aber auch zeitgenössische Werke erlitten.
  • : Mit Glut und Eiseskälte

    Um Gabrielle Chanel wird es nicht still. Nach zwei Verfilmungen ihres Lebens erscheinen immer weitere Monographien über jene Frau, die den einen Coco und den anderen Agentin F-7124 mit dem Codenamen Westminster war. Damit bezog sich die deutsche Abwehr auf den britischen Liebhaber der Pariser Modedesignerin, den zweiten Herzog von Westminster, Hugh Richard Arthur Grosvenor, genannt Bendor.
  • : Wie Anerkennung verteilt wird

    Andrea Esswein, so hat das Künstler-Online-Ranking von "artfacts.net" im Jahr 2011 ermittelt, ist die Nummer 18 990 auf der Weltrangliste erfolgreicher Künstler, die von Andy Warhol angeführt wird. Die Wiesbadener Künstlerin, die sich in den vergangenen Jahren vor allem mit ihren ungewöhnlichen "Kopigrafien" einen ...
  • : Schwebende Übergänge ins Inselreich

    Der 1931 geborene japanische Architekt, Designer und Querdenker Arata Isozaki ist zugleich Kosmopolit und Kind der Inselnation. "Nicht eine Wolke stand am Himmel", als Japan kapitulierte, beschreibt er seine private und die nationale Zerstörungs- und Schöpfungsgeschichte: "Alle Explosionen und Gefahren um ...
  • : Für das Amt des wegweisenden Dichters war kein Kandidat mehr tauglich

    Als vor drei Jahren Ulrich Raulffs Studie zum Nachleben Stefan Georges erschien, fühlten wir uns über weite Strecken wie im Gruselkabinett. Wenn die manischen Enthusiasten, die da aus dem Dunkel des Vergessens heraufgeführt wurden, tatsächlich Georges gespenstische Nachhut waren, konnte man nur drei Kreuze schlagen.
  • : Warum Anthony Blunt für den KGB arbeitete

    George Steiner ist ein Mann von Welt und umfassender Bildung, was sich in seiner Lebensgeschichte spiegelt: Er wurde 1929 in Paris geboren und lehrt nach Stationen in Genf und Cambridge seit 1994 Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Oxford. Wer nur einige seiner zahlreichen, meist ...
  • : Neunmal Tag und einmal Nacht

    Wenn Dinge gleichzeitig geschehen, zumal an weit auseinanderliegenden Orten, umschließt dies ein seltsamer Zauber - fast so, als spannten sich unsichtbare Linien kreuz und quer über eine Stadt, ein Land oder den gesamten Globus und gäben dem Leben Halt. Das wissen auch Fotografen. Kaum überschaubar ist ...
  • : Der graue Star

    Die deutsche Filmlandschaft kennt er genau, Filmstars duzt er, und überhaupt kann ihm, was das betrifft, keiner etwas vormachen. Schon gar nicht die Schauspieler. Denn die, so der allgemeine Konsens, durchschaut er hinter seiner Linse so schnell, dass er seinem Namen alle Ehre macht.Jim Rakete ...
  • : Über die Kunst, mit Pinseln zu jagen

    Die Leonardo-Ausstellung in der National Gallery wird Lucian Freud nicht mehr sehen. Dem Maler, der am Mittwoch vergangener Woche im Alter von achtundachtzig Jahren gestorben ist, war von der Direktion das Privileg verliehen worden, das Museum abseits der regulären Öffnungszeiten zu besuchen. Allerdings hielt Freud Leonardo für überschätzt.
  • : Honolulu Blues

    So ganz und gar ohne erotische Verweise kommt an Honolulus berühmtestem Strand Waikiki nicht einmal Henry Wessel aus. Anfang der siebziger Jahre war er hervorgetreten mit bleichen Schwarzweißaufnahmen jener Orte im Westen der Vereinigten Staaten, an denen in einer leeren Landschaft die Ödnis der Natur und die Ödnis der Zivilisation aufeinandertreffen.
  • : Mir geht's äußerst mittel

    Sie sind einer der wenigen Menschen, die mir menschlich persönliche Briefe schreiben", schreibt Reinhard Piper am 22. Oktober 1918 an Alfred Kubin: "Wie wohl das tut! Ich bringe Ihre Briefe stets nach Hause meiner Frau u. stets sind Sie dann unter uns!" Mehr als vierzig Jahre lang, von 1907 bis 1953, korrespondieren ...
  • : Das zweite Gartenhaus im engen Hof zeigt Eigensinn

    Wo kommt das Berliner Haus her? Und geht es ... vielleicht immer noch weiter?" Gegen alle historischen, politischen und geographischen Fraktionierungen der Stadt will Dieter Hoffmann-Axthelm den Gegenbeweis eines "zähen Eigenwillens" typologischer Elemente antreten. Fragen zur Typologie der Stadtarchitektur ...
  • : Der verbotene Blog, die Kunst und die Suche nach der Wahrheit

    Es war am 3. April, vor fast vier Monaten, als der chinesische Künstler Ai Weiwei am Flughafen festgenommen und mit unbekanntem Ziel verschleppt wurde. Danach wusste man für mehrere Wochen, genau bis zum 23. Juni, nicht, was mit ihm passiert war. Viele befürchteten das Schlimmste, denn vor zwei Jahren ...