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Kunst und Antiquitäten : Magnolien: Vorschau auf die Frühjahrsauktion bei Bolland & Marotz in Bremen

  • -Aktualisiert am

Friedrich Stahls grazile blonde Madonna unter einem blühenden Magnolienbaum ziert bereits den Katalogeinband. Taxiert auf 11 000 Euro gelangt das um 1920 entstandene Gemälde „Frühlingserwachen (Madonna unter dem Magnolienbaum)“ in Bremen zur Auktion.

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          Aus der Zeit, als Pokale noch von praktischem Nutzen waren, stammt eines der Prachtstücke aus der Frühjahrsauktion von Bolland & Marotz in Bremen am 7. und 8. April. Eine noch deutlich jugend stilige 44 Zentimeter hohe vergoldete Silberkaraffe, geschmückt mit sechs grünen Chrysopasen und dem üppigen von Löwen gehaltenen Hamburger Wappen, ist graviert mit „Ehrenpreis der Freien und Hansestadt Hamburg für die Regatta auf der Unterelbe 1912“. Geschaffen wurde die mit 2000 Euro bezifferte Kanne vom Goldschmied Alexander Schönauer.

          Eine wohl um 1869 von Wilhelm Busch in Terrakotta geschaffene launige Plastik „Der Teufel sitzt dem Kellermeister im Nacken“ wird als versilberter Bronzeguß von Noack angeboten. Der Eigentümer der Originalplastik, das Wilhelm-Busch-Museum Hannover, hatte 1975 zwanzig dieser Bronzen in Auftrag gegeben - jetzt ist sie auf 2500 Euro geschätzt.

          Von Bernhard Hoetger stammt ein mattgold patinierter bronzener Porträtkopf von Rudolf Steiner (2200). Unter den Worpsweder Malern ragen neben einem programmatischen „Herbstlichen Moor“, um 1897 (29 000), und einer leuchtenden Maienlandschaft, um 1900 (22 000), von Hans am Ende einige Landschaften Otto Modersohns hervor, darunter eine sommerliche Dorflandschaft mit weißen Birken von 1904 (9000) und ein in die Tiefe führender „Moordamm“ vor Abendhimmel (10 000). Reizvoll ist auch ein „Sommertag“ mit Blick in eine weite baumbestandene Wiesenlandschaft, 1907 von Fritz Overbeck geschaffen (12 000).

          Bei der älteren Kunst strahlt eine Stilleben-Gouache von Albertus Jonas Brandt aus dem frühen 19. Jahrhundert, für die 11000 Euro erwartet werden. Ebenso lichtdurchflutet wirkt ein abstrahiertes Entenbild von Alexander Koester, geschätzt auf 24 000 Euro. Den Katalogeinband ziert Friedrich Stahls „Frühlingserwachen (Madonna unter dem Magnolienbaum)“. Die grazile Madonna, um 1920 gemalt, ist auf 11 000 Euro taxiert.

          Bei der Moderne fällt eine Folge von Gemälden des zu Unrecht vergessenen Bremer Malers Heinz Borchers auf, Schüler von Gropius, Feininger und Itten. Seine Handschrift mag gelegentlich an Radziwill erinnern, aber hier ist eine eigenständige Künstlerpersönlichkeit zu entdecken; sein Werk blieb lange fast völlig in der Hand seiner Familie. Die Taxen liegen zwischen 900 und 1500 Euro.

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