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So zerbrechlich : Jeff Koons sieht Michael Jackson

Ein Werk für den Kanon der Gegenwart: Aus Porzellan schuf Jeff Koons sein Unikat „Michael Jackson and Bubbles“. Treffender lässt sich der Superstar kaum charakterisieren.

          Als im New Yorker Saal von Sotheby's am 15. Mai 2001 der Hammer des Auktionators Tobias Meyer bei 5,1 Millionen Dollar fiel, war ein damals himmelhoher Rekordpreis für Jeff Koons markiert. Der übrigens erst im November 2007 an zwei aufeinanderfolgenden Tagen überboten werden sollte - dann allerdings bis hin zu 21 Millionen Dollar für das riesige "Hanging Heart (Magenta/Gold)". Doch "Michael Jackson and Bubbles" ist ein wirkliches Hauptwerk von Jeff Koons.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Er schuf die lebensgroße, goldbemalte Porzellanskulptur des "King of Pop" und seines Schimpansen, mit dem Jackson zeitweilig sein Essen und sein Nachtlager geteilt haben soll, im Jahr 1988 als Unikat, an der genauen Klimax von Jacksons zerbrechlichem Ruhm. Und heute, nach dem Tod des Ausnahmeartisten, scheint es, als sei die Melancholie seines unlebbaren Lebens in dem Werk schon eingefangen, als Ahnung einer Zukunft, von der die am Boden verstreuten Rosen Zeugnis geben. In einem Kanon der Gegenwartskunst, sollte es ihn geben, muss diese Skulptur einen hohen Rang einnehmen. Sie ist im Besitz der "Broad Art Foundation" des Unternehmers und Kunstsammlers Eli Broad, der im Mai 2001 sehr wahrscheinlich auch der erfolgreiche Telefonbieter war.

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