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Kunst-Messe München : Henrich geht - wer kommt jetzt?

  • -Aktualisiert am

Die Kunst-Messe München verliert ihren Leiter. Peter Henrich steht ab 2008 nicht mehr zur Verfügung. Nun sucht er nach Käufern für die traditionsreiche Firma.

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          Wer wird die Kunst-Messe München - wenn es sie denn gibt - im kommenden Jahr veranstalten? Peter Henrich hegt keinen Zweifel daran, dass sie stattfinden wird, hat sogar schon einen Termin für eine Halle in Riem reserviert, nachdem die meisten der teilnehmenden Kunsthändler nach der diesjährigen Messe für eine Fortsetzung am selben Ort stimmten. Sonst ist alles offen, seit am Montag dieser Woche die Hauptversammlung der Kunst-Messe-KG deren Auflösung zum 31. März 2008 beschloss; das Ende der tragenden GmbH wird folgen. Peter Henrich sagt, er stehe nach sechzehn Jahren im Dienst der Messe nicht länger als Leiter zur Verfügung. Sein Bestreben als Liquidator gilt nun dem Verkauf der Firma Kunst-Messe München. Mögliche Käufer sieht er in Betriebsgesellschaften, die Erfahrung mit vergleichbaren Messen haben, rund fünfzehn hat er im Visier.

          Konkurrenz in der Innenstadt

          Denkbar ist auch, dass der Deutsche Kunsthandelsverband Interesse zeigt, die 1956 gegründete, älteste deutsche Kunstmesse zu übernehmen; bislang hält er sich jedoch bedeckt. Das Gerangel, das am Montag sein vorläufiges Ende fand, zog sich über Jahre hin. Hauptanlass war die Unzufriedenheit mit der Stadtrandlage in Riem und mit mangelnder Strenge bei der Teilnehmerauswahl; beides verärgerte insbesondere international tätige Spitzenhändler. Vor vier Jahren zogen sie die Konsequenz und riefen in ihren Innenstadtgeschäften die messeparallele Konkurrenzveranstaltung „Munich Highlights“ ins Leben.

          Henrich sieht in München nicht den Markt für eine Messe von Maastricht-Niveau, die „Highlights“-Händler dagegen sehen in Henrich nicht den visionären Macher, den eine Spitzenmesse braucht. Allerdings fand sich bislang niemand, der seinen unbequemen Job hätte übernehmen wollen. Bruce Livie, einer der fünf Gesellschafter der GmbH und als „Highlights“-Teilnehmer trotzdem abtrünnig, schmiedet indes neue Pläne: Zwar behagte wenigen Kollegen seine Idee, die Messe in der Innenstadt auf drei Orte zu verteilen, und er selbst glaubt nicht an einen Fortbestand der „Highlights“, falls die Messe stirbt. Aber Livie träumt von einer Kleinmesse für Kunst auf Papier - Vorbild: der Pariser „Salon de dessin“; Ort: der Kunstverein München; Organisator: wird gesucht.

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