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Klimt-Auktion : New Yorker Ratespiel

Wenn am 8. November bei Christie's in New York die vier Bilder von Gustav Klimt versteigert werden, steht ein Mann im Rampenlicht: Ronald Lauder. Er kaufte bereits die „Goldene Adele“ für 135 Millionen Dollar. Wird Lauder auch auf die anderen Gemälde bieten?

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          Am 8. November wird ein Mann, der sehr wahrscheinlich gar nicht im Saal anwesend sein wird, die meiste Aufmerksamkeit auf sich versammeln. Dann nämlich werden bei Christie's in New York innerhalb einer Abendauktion die vier Bilder von Gustav Klimt, die einst im Wiener Oberen Belvedere hingen und die im vergangenen Jahr vom österreichischen Staat an die Erbin in Kalifornien restituiert wurden, kurz hinter Ernst Ludwig Kirchners „Berliner Straßenszene“ versteigert, die gerade eben vom Berliner Brücke-Museum an die Enkelin des einstigen Besitzers ausgehändigt wurde.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Das Interesse wird Ronald Lauder gelten, der gerade Klimts „Goldene Adele“ für sein Museum Neue Galerie in New York gekauft hat - für die sattsam bekannten angeblichen 135 Millionen Dollar. Außerdem hat Lauder sich aber von Anteilen an einem osteuropäischen Medienunternehmen im Wert von 190 Millionen Dollar getrennt - und er hat gleichzeitig selbst in die Christie's-Auktion am 8. November drei Werke von Egon Schiele eingeliefert, zusammen auf mindestens 31 Millionen Dollar taxiert: um den Kauf der „Goldenen Adele“ zu ermöglichen, wie er der F.A.Z. auf Anfrage mitteilte. Was wird Ronald Lauder also tun? Wirklich spannend!

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