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Hugh Grants Geständnis : Kaufrausch, Rauschkauf

  • -Aktualisiert am

Investiere mit Gefühl und Alkohol, nicht mit dem Verstand. Das ist ein Grundsatz nach Hugh Grants Geschmack, zumindest beim Warhol-Kauf. Der Erfolg gibt ihm recht.

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          Der Schauspieler Hugh Grant, bekannt durch seine Rollen als Liebhaber im „Tagebuch der Bridget Jones“ und als Auktionator in „Mickey Blue Eyes“, hat sich im November 2001 als leidenschaftlicher Kunstsammler geoutet. Rund 3,5 Millionen Dollar bezahlte er bei Sotheby's in New York für Warhols Porträt von Liz Taylor auf türkisfarbigem Grund. Die Schätzung lag bei vier bis fünf Millionen Dollar. Nur sechs Jahre später gab er sich als gerissener Investor zu erkennen, als er das Bild mit einer Garantie von zwanzig Millionen Dollar bei Christie's in New York einlieferte.

          Mit der Concorde nach New York

          Die Preise für Warhol waren inzwischen explodiert. Von einer Skybox aus beobachtete er die Auktion mit Elizabeth Hurley und sah, wie der Hammer des Auktionators bei 21 Millionen Dollar aufs Pult knallte. Das war zwar noch unterhalb der Taxe, aber natürlich ein nettes Sümmchen. Der glückliche Einkauf von 2001, so beichtet der Schauspieler nun der englischen Zeitung „Daily Mail“, sei jedoch alles andere als eine vorausschauende Investition gewesen, sondern das Produkt einer zweitägigen Sauftour: „Ich war betrunken, als ich meiner Assistentin sagte, sie solle auf das Bild bieten.“

          Nach einem feuchtfröhlichen Abend mit seinem Vater habe er kurzerhand Tickets für die Concorde nach New York gekauft, auf dem Flug weitere Biere getrunken, und da sei ihm das Bild der Liz Taylor, das er im Katalog von Sotheby's gesehen hatte, nicht mehr aus dem Kopf gegangen. So ganz ernst gemeint habe er das nicht, als er seine Assistentin beauftragte mitzubieten: „Zu meinem Schreck tat sie es aber, und noch schlimmer, sie war erfolgreich.“ Dann wird er wieder romantisch: „Obwohl mich der Verkauf zum reichen Mann gemacht hat, bedauere ich es ein bisschen, das Bild verkauft zu haben.“ In den Online-Kommentaren fragen sich nun verschiedene Leser: „Wenn Hugh Grant betrunken war, als er 3,5 Millionen bezahlte, wie betrunken muss dann erst der gewesen sein, der dann 21 Millionen Dollar geboten hat?“

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