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Umstrukturierung angekündigt : Harte Zeiten bei Sotheby’s

Man wolle umstrukturieren, heißt es in einer Stellungnahme des börsennotierten Auktionshauses. Besteht ein Zusammenhang mit den jüngsten Auktionen in New York? Sotheby’s stellt ausdrücklich keinen her.

          Noch am selben Abend, als die New Yorker Auktionen mit Impressionismus, Moderne und Gegenwartskunst für Sotheby’s mit einem Gesamtumsatz von 1,15 Milliarden Dollar abschlossen, schickte Tad Smith, der CEO der Firma, den Angestellten eine E-Mail: Wer das an der amerikanischen Börse notierte Unternehmen freiwillig verlasse, erhalte eine attraktive ökonomische Kompensation. Sollten jedoch nicht genügend Angestellte von diesem Angebot Gebrauch machen, könne es zu Entlassungen kommen. Dazu erklärt Sotheby’s in einer Stellungnahme, nach einer Überprüfung während des Sommers habe die Führung des Hauses beschlossen, dass es von einer geringeren und flexibleren Kostenstruktur profitieren wolle. Dahinter steht ein deutlicher Verlust des Aktienkurses in den letzten sechs Monaten.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Allein während der Auktionswoche fiel er um sechzehn Prozent, nachdem Sotheby’s einen Umsatzrückgang von neun Prozent im dritten Quartal 2015 gemeldet hatte, berichtet die Agentur Bloomberg. Sotheby’s stellt ausdrücklich keinen Zusammenhang zwischen den aktuellen Auktionen und der bedrohlichen Ankündigung her. Tad Smith, der seit März an der Spitze des Unternehmens steht, erklärt kühl: „Sotheby’s is not as efficient a company as it could be.“ Dennoch kann es nicht verwundern, dass sich das Augenmerk weiterhin auf die mehr als 500 Millionen Dollar richtet, die Sotheby’s, wie berichtet, allein der Familie seines ehemaligen Chairman A. Alfred Taubman als Garantie für dessen Kunstsammlung gewährte, um sie sich für den jüngsten Auktionsmarathon zu sichern. Ob dieses bislang höchste finanzielle Engagement des Hauses profitabel war, wird erst die Jahresendbilanz 2015 zeigen.

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