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Staatsaffäre um Salvator Mundi : Das soll der letzte Leonardo sein?

  • -Aktualisiert am

Als der Glaube an Leonardo beim Anblick des Weltenretters noch geholfen hat: Im Oktober 2017 in London, bevor das Bild in New York versteigert wurde. Bild: Reuters

Der „Salvator Mundi“ wurde 2017 für 450 Millionen Dollar versteigert. Es ist das teuerste Gemälde der Welt. Und es steht im Mittelpunkt einer Staatsaffäre zwischen Frankreich und Saudi-Arabien. Das enthüllt ein aufsehenerregender Film.

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          Bislang konnte man die Geschichte des Gemäldes „Salvator Mundi“ etappenweise mitverfolgen, immer dann, wenn ein neues Ereignis dazukam. Zunächst im Jahr 2011, als der enigmatische Weltenretter zum ersten Mal seit der Entdeckung des Bildes in der Leonardo-da-Vinci-Retrospektive der Londoner National Gallery ausgestellt wurde, als zweifellos von des Meisters eigener Hand. 2017 fand dann seine spektakuläre Versteigerung bei Christie’s in New York statt, die mit dem Rekordpreis von 450 Millionen Dollar (inklusive des Aufgelds für den Käufer) endete.

          Daraufhin kam der „Salvator Mundi“ wieder ins Gespräch, als gemutmaßt wurde, dass dieses teuerste Kunstwerk jemals vom saudischen Prinzen Mohammed bin Salman ersteigert wurde – und sich die Frage stellte, ob es überhaupt von Leonardo selbst stamme oder etwa nur von Assistenten in seiner Werkstatt. Zuletzt sorgte die Pariser Leonardo-Ausstellung im Herbst 2019 für Spannung. Doch das Warten auf den Weltenretter im Louvre krönte nachgerade beckettsche Vergeblichkeit. Zudem blieb es ein Geheimnis, wo sich das Gemälde überhaupt befinde: auf der Luxusyacht des Scheichs, im Lager des Louvre Abu Dhabi oder, prosaisch genug, in einem der Zollfreilager in Genf oder Singapur? Bis heute scheint der „Salvator Mundi“ verschollen.

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