https://www.faz.net/-gqz-93thn

384 Millionen Euro : Gemälde von Leonardo da Vinci für Rekordpreis versteigert

  • Aktualisiert am

So viel Geld wurde noch nie für ein Kunstwerk auf einer Auktion bezahlt: Für 384 Millionen Euro wechselt „Salvator Mundi“ den Besitzer. Um den neuen Eigentümer macht das Auktionshaus Christie’s ein Geheimnis.

          1 Min.

          Das nach Angaben des Auktionshauses Christie’s letzte bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci in Privatbesitz ist in New York für die Rekordsumme von 450 Millionen Dollar – umgerechnet knapp 384 Millionen Euro – versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses ist dies damit das teuerste jemals auf der Welt versteigerte Kunstwerk. Ursprünglich war mit einem Preis von rund 100 Millionen Dollar gerechnet worden.

          Wer das Werk „Salvator Mundi“ am Mittwochabend ersteigerte, teilte Christie’s zunächst nicht mit. Bei dem um 1500 entstandenen Gemälde des italienischen Künstlers (1452-1519) handelt es sich um ein Porträt von Jesus Christus in Öl auf Walnussholz. Es hatte zuletzt dem russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew gehört.

          Viele Kunstexperten bezweifelten vor der mit Spannung erwarteten Auktion jedoch, dass Leonardo das Gemälde, das nicht mehr in gutem Zustand ist, wirklich alleine anfertigte. Zudem kritisierten sie die Entscheidung, das mehr als 500 Jahre alte Bild in der traditionell umsatzstärksten Auktion für Kunst der Nachkriegszeit und der Moderne anzubieten, als Preistreiberei.

          Die alljährlichen Herbstauktionen in New York laufen seit Montag und sollen am Donnerstag zu Ende gehen.

          Weitere Themen

          Ich denke so frei

          Wissenschaftsfreiheit : Ich denke so frei

          Ein Podium im Berliner Wissenschaftskolleg sollte die Anliegen des „Netzwerks Wissenschaftsfreiheit" und der „Initiative Weltoffenheit" zusammenführen. Warum fiel ihre Resonanz in der Öffentlichkeit so unterschiedlich aus?

          Wieder romanfit werden

          Terézia Moras „Fleckenverlauf“ : Wieder romanfit werden

          Gibt es wirklich noch etwas, was eine derart erfolgreiche Schriftstellerin vom Schreiben abhalten kann? Terézia Mora gibt mit ihrem Tagebuch Auskunft über die Herausforderung der Arbeit an einem großen Romanprojekt.

          Topmeldungen

          NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel

          Verteidigungsplanung der NATO : Die Kunst flexibler Abschreckung

          Die NATO richtet ihre Verteidigung auf hybride Kriegsführung aus. Nun wird ermittelt, was die Mitglieder dafür können müssen. Das ist auch für die nächste Bundesregierung von Bedeutung.
          IWF-Chefökonomin Gita Gopinath

          Führungswechsel : Chefvolkswirtin verlässt den IWF

          Gita Gopinath geht zurück an die Harvard-Universität. Ihr Rücktritt erfolgt in einer Zeit, in der die Chefin des Währungsfonds in der Kritik steht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.