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Scherenschnitt : Der Meister mit der Schere

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Der Schwabinger Bohèmien Ernst Moritz Engert war ein Meister des expressionistischen Scherenschnitts. Mehr als hundert seiner Schattenrisse sind bis zum 22. Dezember in der Frankfurter Galerie Fach zu sehen.

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          Mit seinen Schattenrissen der Schwabinger Boheme begann die Karriere von Ernst Moritz Engert (1892 bis 1986). Bald machte er sich mit treffenden Porträtsilhouetten von so unterschiedlichen Dichtern wie Stefan George oder Joachim Ringelnatz einen Namen. Er wurde einer der Mitbegründer der als „Rheinische Expressionisten“ bekannten Künstlergruppe; im August-Macke-Museum Bonn befindet sich heute der größte Teil seines Nachlasses. Bekannt wurde Engert vor allem mit seinen expressionistischen Scherenschnitten; einige sind jetzt in der mehr als hundert seiner Schattenrisse umfassenden Ausstellung in der Frankfurter Galerie Fach zu sehen.

          In kühner Linienführung schilderte er vor 1919 die „Kniende“, 1911 eine „Tänzerin mit Tamburin“ und im Jahr 1914 die „Artistin mit drei Bällen“ (je 2200 Euro). Andere Scherenschnitte zeigen Schauspieler wie Gründgens (1936, 250 Euro) oder Rudolf Platte (1941, 220 Euro). Ein biedermeierlicher Schattenriss „Flucht nach Ägypten“ von 1948 kostet 600 Euro.

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