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Galerieeröffnung in Frankfurt : Die Türme der Goldstein Galerie

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In der neu eröffneten Goldstein Galerie in Frankfurt zeigen Künstler mit Handicaps ihre Werke. „Turmsache“ heißt die aktuelle Schau des 1963 geborenen Georg Vaternahm alias Selbermann.

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          Einer der schönsten Galerieräume hat in Frankfurt eröffnet: Nur wenige Laufminuten vom Museumsufer entfernt, gibt es nun die „Goldstein Galerie“, den Ableger des renommierten „Ateliers Goldstein“, das im Jahr 2000 von der Bühnenbildnerin Christiane Cuticchio gegründet wurde und das Künstlern mit Handicaps wie Down-Syndrom oder Autismus die Arbeit an ihrem Werk ermöglicht.

          Großartig ist die neue Galerie aus mindestens zwei Gründen: Erstens, weil man in dem Raum auf Wandmalereien stieß, die unter dem Putz lagen. Man hat sie nicht übermalt, sondern freigelegt. Seitdem schwimmen wieder Fische über die Wände, ein Hase tollt dazwischen herum, sie alle stammen aus einer Zeit, als hier ein Delikatessengeschäft betrieben wurde. Diese Mischung aus Alt und Neu erlaubte man sich bisher nur in Berlin; jetzt gibt es sie zum Glück auch in Frankfurt.

          Der zweite Grund: die Ausstellung mit dem Titel „Die Turmsache“. Zu einer wandfüllenden Erinnerungslandschaft wurden unzählige Porträts und Ansichten von Türmen verbunden, gemalte, fotografierte oder gefilmte. Sie stammen von Georg Vaternahm, alias „Selbermann“, der 1963 geboren wurde. Als Material für die Kunst dienen Teller und Papier, Holz, Pappe, Plastik, dazwischen hängen Fundstücke oder auch Geschenke. Die Bilder sind Nah- und Fernaufnahmen von Selbermanns Reisen: Die Menschen, die er traf, und die Gebäude, die am stärksten das Stadtbild prägen - Türme.

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