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Galerie Klüser goes Phillips : Neunmal Lenin

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Der Galerist Bernd Klüser selbst hatte Warhol einst das Lenin-Bild gezeigt, das dieser später in unterschiedlichen Techniken umsetzte. Sie sind jetzt zusammen mit Werken aus Beständen der Münchner Galerie bei Phillips in London zu sehen.

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          Andy Warhols Lenin – nicht weniger als neun Mal und in vielen Farbstellungen schillernd – präsentiert Phillips in einer Verkaufsausstellung in London. Sämtliche Werke stammen aus den Beständen der Münchner Galerie Bernd Klüser, die seit 1980 mit Warhol und seinem Œuvre arbeitet. Er selbst, so Klüser, habe Warhol im Frühjahr 1986 das ungewöhnliche Fotoporträt des jungen, sich mit einem Stapel Bücher als intellektueller Polittheoretiker gerierenden Lenin gezeigt, und Warhol habe das Motiv als eines der letzten vor seinem Tod in unterschiedlichen Techniken umgesetzt. Sämtlich sind sie in der Schau vertreten. Mit dabei ist ein Lenin-Bild auf Leinwand (Preis auf Anfrage); ein Werk aus derselben Serie brachte 2016 bei Sotheby’s in New York, gegenüber einer Taxe von vier bis sechs Millionen, 8,1 Millionen Dollar (inklusive Aufgeld). Außerdem Arbeiten auf Papier, darunter Collagen und Siebdrucke (Preise 90.000 bis 215.000 Pfund).

          Die Idee für die Lenin-Enfilade hatte Anne Schneider- Wilson, die bei Phillips Senior Specialist für Editionen ist und immer auf der Suche nach attraktiven Sonderveranstaltungen. Klüser sagt im Gespräch, ihm biete sich so die Chance, parallel zur Frieze-Messe ein breites Kunstpublikum zu erreichen, ohne selbst großen Aufwand treiben zu müssen: „Ich habe diese Arbeiten nun seit dreißig Jahren, irgendwann sollte man sich ja wohl mal trennen. Aber was nicht verkauft wird, nehme ich auch liebend gern zurück.“ Vorbei die Zeiten, als Galeristen mit gerümpfter Nase einen Bogen um Auktionshäuser schlugen. Viele nutzen inzwischen die Räumlichkeiten und Adressenverteiler ihrer großen Konkurrenten, der Versteigerer, und personelle Wechsel von der einen in die andere Branche sind auch keine Seltenheit. Endlich geht es ja immer um die Erschließung neuer Kundenkreise und die weitere Nutzung vorhandener Kontakte. (Bis zum 4.Oktober.)

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