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Frieder Burda verkauft Gemälde : Ein Rothko weniger im Museum

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Seit 1984 ist „No. 36 (Black Stripe)“ im Besitz des deutschen Sammlers Frieder Burda. Es gehört zu der Sammlung seines Museums in Baden-Baden. Nun will Burda das abstrakte Gemälde versteigern lassen.

          Die Sammlung Frieder Burda veräußert ein Gemälde von Mark Rothko. Das Werk mit dem Titel „No. 36 (Black Stripe)“ von 1958 soll am 13. Mai bei Christie’s in New York versteigert werden. Geschätzt wird es auf dreißig bis fünfzig Millionen Dollar. Vergangenen Mai hatte Rothkos „Untitled“ von 1952 an gleicher Stelle ohne Aufgeld 59 Millionen Dollar erzielt. Der Rekord für einen Rothko liegt bei 77,5 Millionen Dollar für „Orange, Red, Yellow“, verbucht von Christie’s 2012. Der Erlös des jetzigen Verkaufs geht an die gemeinnützige Frieder-Burda-Stiftung, die - ohne zusätzliche Unterstützung durch öffentliche Gelder - die Kosten des gleichnamigen Museums in Baden-Baden trägt, das seit 2004 die Sammlung Frieder Burda beherbergt.

          Um die Museumsfinanzierung dauerhaft zu sichern, verkauft Burda nun mit „No. 36 (Black Stripe)“ das einzige abstrakte Gemälde Rothkos aus seiner Sammlung. In Kombination mit den in der Kollektion verbleibenden Frühwerken Rothkos lässt sich die Entwicklung des Künstlers in die Abstraktion nachvollziehen. Der Verkauf soll ein einmaliges Vorgehen sein, das die Sammlung auf die Positionen des deutschen Expressionismus, des Spätwerks Picassos und deutscher Kunst nach 1960 konzentriert.

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