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Kunstraub in Bostoner Museum : Das FBI hofft auf neue Spuren in einem 25 Jahre alten Video

  • -Aktualisiert am

Seit einem Überfall vor 25 Jahren sind die Rahmen des Vermeers und Rembrandts im Gardner Museum in Boston leer. Ein nun veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt: In der Nacht vor dem Kunstraub hält sich ein Unbekannter im Gebäude auf.

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          Es ist der bekannteste Kunstraub der Vereinigten Staaten: Am frühen Morgen des 18. März 1990 klingeln zwei als Polizisten getarnte Männer am Hintereingang des Isabella Stewart Gardner Museums in Boston - und werden eingelassen. Sie überwältigen die beiden Nachtwärter, schließen sie im Keller ein und lassen sich anschließend 81 Minuten Zeit, um dreizehn Kunstwerke einzupacken und mitzunehmen - darunter hochkarätige Gemälde wie Vermeers „Konzert“ und Rembrandts „Christus im Sturm auf dem See Genezareth“. Bis heute sind die Werke verschollen. Die leeren Rahmen hängen immer noch an ihrem Platz und erinnern an die Tat.

          In dieser Woche nun hat das FBI ein bisher unbekanntes Überwachungsvideo des Museums auf Youtube veröffentlicht, allerdings nicht mit Aufzeichnungen der Tatnacht, denn diese haben die Täter mitgenommen. Stattdessen ist die Nacht zuvor zu sehen. Die flackernden Schwarz-Weiß-Bilder zeigen abwechselnd den Hintereingang des Museums und den Aufenthaltsraum der Nachtwächter. Die genaue Zeitangabe: 00:47 Uhr am 17. März 1990. Ungefähr 24 Stunden vor dem eigentlichen Überfall beginnt der ältere Wachmann seine Kontrollrunde. Fast zeitgleich hält ein Wagen vor dem Hintereingang, ein noch nicht identifizierter Mann steigt aus, und der zurückgebliebene Nachtwächter lässt ihn - entgegen der Vorgabe des Museums - eintreten. Kurz ist das Gesicht des Unbekannten zu sehen, wenn er das Museum um 00:53 Uhr wieder verlässt. In der Tatnacht soll ein ähnlicher Wagen an selber Stelle gestanden haben.

          Die neuenglische Tageszeitung „The Boston Globe“ sowie die „New York Times“ gehen davon aus, dass im Video der damals 23 Jahre alte Nachtwächter Richard Abath zu sehen ist, der den Mann unerlaubterweise einlässt. Abath war es auch, der den Tätern die Tür in der folgenden Nacht öffnete. Seitdem wurde Abath immer wieder der Mittäterschaft verdächtigt, doch stritt er eine Beteiligung stets erfolgreich ab.

          Das FBI nennt in seiner Stellungsnahme keine Namen. Das Spezialteam, das seit zwei Jahren wieder im Fall des Isabella Stewart Gardner Museums ermittelt, legt den Fokus auf die Wiederbeschaffung der Kunstwerke. Der Raub selbst ist längst verjährt, nur noch der Besitz der Werke ist strafbar. Neue Hinweise zum Unbekannten und seinem Auto könnten allerdings den Kreis der am Kunstraub beteiligten Personen erweitern. So hofft das FBI auf eine neue Spur, die doch noch zu den Werken führt.

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