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Ergebnisse bei Reiss & Sohn : Fabelwesen

  • -Aktualisiert am

Nach der Verschiebung des ersten Termins konnte das Auktionshaus für seine Frühjahrsauktion einen guten Erfolg verzeichnen.

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          Nachdem der erste Versteigerungstermin wegen eines IT-Problems um eine Woche verschoben werden musste, konnte das Auktionshaus Reiss & Sohn in Königstein für seine Frühjahrsauktion im zweiten Anlauf einen guten Erfolg verzeichnen, in Höhe von neunzig Prozent der – allerdings ungenannten – Gesamtschätzung. Zum teuersten Los überhaupt wurde ein Exemplar der selteneren deutschen Weltchronik von Hartmann Schedel mit 60.000 Euro (50.000). Eine lateinische Ausgabe des berühmten Werks kam auf 42.000 Euro (30.000). Die Erstausgabe des „Tentamen“ der Mathematiker Farkas und János Bolyai konnte ihre Taxe von 15.000 mit dem Zuschlag von 30.000 Euro verdoppeln. Die „Encyclopédie“ von Diderot und d’Alembert war für 24.000 Euro (20.000) gut. Eine Erstausgabe des „Discours de la méthode“ von Descartes blieb unverkauft und ist für nunmehr 45.000 Euro (60.000) im Nachverkauf erhältlich.

          Zwei Stundenbücher aus dem 15. Jahrhundert konnten ihre Schätzungen übersteigen: Eine Handschrift, die wohl für das Bistum Noyon bestimmt war, erreichte 19.000 Euro (12.000), eine weitere aus Rouen 15.000 Euro.(10.000). Die etwas ungelenke Darstellung eines Fabelwesens gefiel offenbar mehreren Bietern sehr gut: Für das Einzelblatt aus einer Handschrift des 13. Jahrhunderts war der Einsatz von 7000 Euro (750) nötig. In der Sektion „Botanik und Zoologie“ wurde eine japanische Handschrift mit farbiger Malerei und Kalligraphie auf Maulbeerpapier erst bei 22.000 Euro (8000) abgegeben. Das Blackwell’sche Herbarium, in der von Christoph Jacob Trew revidierten Version, erzielte 16.000 Euro (20.000). Ebenfalls 16.000 Euro (15.000) brachte Joachim Spalowskys „Naturgeschichte der Vögel“ in zwei Bänden. Vom selben Verfasser stammt auch der „Vorbote der Naturgeschichte“, der von 5000 Euro auf 13.000 Euro gesteigert wurde.

          Bei den Losen der zweiten Auktion mit den Abteilungen Geographie, Reisen und Fotografie konnte ein koloriertes Exemplar des Atlas „Theatrum Orbis Terrarum“ von Abraham Ortelius den höchsten Zuschlag von 46.000 Euro (40.000) verbuchen. Eine Sammlung von Karten und Zeichnungen zur Reise Juri Lissjanskis auf dem Schiff „Newa“ der Krusenstern-Expedition, die die erste russische Weltumseglung vollbrachte, war einem Bieter 32.000 Euro (20.000) wert.

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