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Ergebnisse bei Bassenge : Porträts vor allem

Bei der Kunst des 19. Jahrhunderts wie auch der nachfolgenden Moderne dominierten die Porträts: Ergebnisse der Auktion mit Kunst bei Bassenge in Berlin.

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          Seit seiner Entstehung 1514 provoziert Dürers Kupferstich „Melencolia“ die vielfältigsten Deutungsversuche. Als Hauptlos der Alten und neuen Kunst bei Bassenge in Berlin erklomm das populäre Meisterblatt mit dem Zuschlag an einen Schweizer Privatsammler die Preisspitze von 135.000 Euro (Taxe 120.000). Zum Rückgang wurde das mit 270 Radierungen ausgestattete Ansichtenwerk des antiken Roms von Giovanni Battista Piranesi (38.000). Zur Taxe von 10.000 Euro ging James McNeill Whistlers Fernblick auf Venedig zwischen Himmel und Meer.

          Camilla Blechen
          Freie Autorin im Feuilleton.

          Begehrt waren Altmeistergraphiken aus einer annähernd komplett übernommenen Familiensammlung. Rembrandts „Hundertguldenblatt“ erzielte 22.000 Euro (18.000), Dürers „Babylonisches Weib“ aus der Holzschnitt-Apokalypse 13.000 Euro (9000). Ein russischer Sammler bewilligte 24.000 Euro (6000) für die Drastik der „Fetten Küche“ nach dem Gemälde von Pieter Bruegeld.Ä. Eine stolze Steigerung von 7500 auf 24.000 Euro erfuhr der Kupferstich „Die Steinigung des heiligen Stefan“ von Domenico del Barbieri, der einem süddeutschen Bieter zufiel.

          Bei der Kunst des 19. Jahrhunderts wie auch der nachfolgenden Moderne dominierten die Porträts. Eines der zahlreichen Bildnisse der verehrten preußischen Königin Luise, die dem Atelier des Thüringers Johann Heinrich Schröder entstammen, geht für 20.000 Euro (24.000) in Privathand. Franz Ittenbachs „Junge Italienerin aus Albano“ (30.000) ging zurück. Max Slevogts überraschend aufgetauchtes Konterfei eines „Afrikaners“ war einem privaten Interessenten 25000 Euro (20.000) wert. Von 40.00 auf 14.000 Euro kletterte Peter August Böckstiegels 1920 entstandener Farbholzschnitt „Hanna, meine Frau“. Für Picassos großformatige Farblitho nach dem Gemälde „Femme assise (Dora Maar)“ bewilligte ein Berliner Sammler 22.000 Euro (18.000). Erwartbaren Erfolg feierte Aloys Zötls von Palmwedeln beschirmter „Ameisenbär“, der für 40.000 Euro (24.000) nach Österreich zurückging, in die Heimat des malenden Sonderlings, der sein Wissen über exotische Fauna der einschlägigen Literatur entnahm. Zum „Abbild der Dekadenz einer ganzen Epoche“ erklärt, weckte Franz von Bayros’ Mischtechnik „Schwestern der Salome“ Wünsche: Ein amerikanischer Privatier honorierte die Darstellung von vier halbwüchsigen Nackten, die das Haupt des Jochanaan umtanzen, mit 22.000 Euro (12.000).

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