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Drei Frauen : New York will es wissen mit Van Gogh, Picasso und Kahlo

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Zusammen sollen die drei Bilder im Mai mindestens hundert Millionen Dollar bringen.

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          Van Gogh nannte das Porträt der Madame Marie Ginoux, das er in Saint-Rémy malte, eine „Synthese aller Arlésiennes“. An Gauguin schrieb er im Juni 1890: „Ich habe versucht, Deiner Zeichnung treu zu folgen und mir dabei trotzdem die Freiheit zu nehmen, durch das Medium der Farbe den nüchternen Charakter und den Stil der Zeichnung zu interpretieren. Es ist ein Bild, das Dir und mir gehört.“ Nun ist das bedeutende Gemälde bei Christie's auf vierzig bis sechzig Millionen Dollar geschätzt. Das bislang teuerste Gemälde Van Goghs, das „Porträt des Doktor Gachet“ erreichte 1990 bei Christie's 75 Millionen Dollar.

          Zwei weitere Damen kommen im Mai bei Sotheby's zum Aufruf: Picassos „Dora Maar au chat“ von 1941, auf dem die so oft Weinende lächelt, ist auf rund fünfzig Millionen Dollar geschätzt. Für Frida Kahlos Bild „Raíces“ werden fünf bis sieben Millionen Dollar erwartet. Für das 30,5 mal 49,9 Zentimeter messende Ölgemälde auf Metall darf diese Schätzung als gewiß angemessen, wohl eher sogar moderat gelten. Ein wichtigeres Bild Frida Kahlos ist auf dem Markt absehbar nicht zu erwarten.

          Kahlo malte „Raíces“ 1943, ein Jahr vor dem Bild „La columna rota“, das sie selbst tränenüberströmt, mit Nägeln besteckt darstellt, in ihrem geöffneten Leib eine geborstene Säule statt des Rückgrats. „Wurzeln“ und „Die gebrochene Säule“ bilden die Pole von Kahlos Existenz, die nur in Extremen begreiflich ist.

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