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Deutsche und österreichische Kunst : Abend, strahlend: Ergebnisse der Auktionen in London

  • -Aktualisiert am

Das „herausragende Porträt von außerordentlicher landeskundlicher Bedeutung“, das Franz Xaver Winterhalter 1855 von der württembergischen Königin Olga schuf, wurde dem Württembergischen Landesmuseum für 950 000 Pfund zugeschlagen.

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          Caspar David Friedrichs Gemälde „Abend“ übertraf in der Londoner Sotheby's-Auktion deutscher und österreichischer Kunst mit einer Million Pfund seine Taxe von 200 000 bis 300 000 Pfund erwartungsgemäß um ein Vielfaches: Das Gemälde, das Dresdens Hofkirche in einen hell strahlenden Nimbus der untergehenden Sonne stellt, befand sich seit 1931 in der Essener Sammlung Ernst Henke. Es kam jetzt ebenso aus dem Besitz der Familie zur Auktion wie Friedrichs Sepiazeichnung eines Wasserfalls im Gebirge, die 630 000 Pfund (Taxe 50 000/70 000) brachte.

          Weit über die Erwartung hinaus schossen auch Menzel-Blätter: Das kürzlich restituierte Aquarell „Blick in einen kleinen Hof“ wechselte für 750 000 Pfund (150 000/ 250 000) in andere Hände. „Die Hochzeit des Figaro“, von Moritz von Schwind in dreißig Zeichnungen umgesetzt, erzielte 190 000 Pfund (100 000/150 000) und Spitzwegs schrulliger „Postbote“ 90 000 Pfund (30 000/50 000). Überraschend verbuchte „Tag und Dämmerung“, eine Allegorie des Wiener Jugendstilkünstlers Wilhelm List, 350 000 Pfund, statt geschätzter 80 000 bis 120 000 Pfund.

          Christie's meldet den erfolgreichen Verkauf eines Porträts, das Franz Xaver Winterhalter 1855 von der württembergischen Königin Olga schuf: Für 950 000 Pfund (1/1,5Millionen) ließ sich das Württembergische Landesmuseum in Stuttgart das „herausragende Porträt von außerordentlicher landeskundlicher Bedeutung“, so die Einschätzung, zuschlagen.

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