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Auktion in New York : 45,4 Millionen für Botticellis „Schmerzensmann“

In neue Hände: Sandro Botticelli, „Schmerzensmann“, 1500, Öl und Tempera auf Holz, 69 mal 51,4 Zentimeter Bild: Laif

Botticellis „Schmerzensmann“ hat einen neuen Besitzer. Bei seiner Auktion spielte das Spätwerk des Renaissance-Künstlers mehr als 45 Millionen Dollar ein.

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          Sieben Minuten dauerte das Bietergefecht zwischen drei entschlossenen Sammlern, bis der Hammer im New Yorker Auktionssaal von Sotheby's fiel und Sandro Botticellis „Schmerzensmann“ für 45,4 Millionen Dollar mit Aufgeld versteigert war. Das ist weniger als die Hälfte der gut 92 Millionen Dollar brutto, die der gefällige „Junge Mann mit einem Medaillon“ von Botticelli vor ziemlich genau einem Jahr für das Auktionshaus erzielte.

          Ursula Scheer
          Redakteurin im Feuilleton.

          Der Jüngling steht damit weiterhin an der Spitze der Rangliste der teuersten Werke Alter Meister, die Sotheby's je verkauft hat. Botticellis enigmatisches Christusporträt, ein um 1500 entstandenes Spätwerk, erfüllte zwar die Erwartungen, sprengte aber auch nicht deren Rahmen: Die Schätzung vorab für das religiös-mystische Spätwerk des Renaissance-Künstlers lag bei über 40 Millionen Dollar; abgesichert war es durch eine Garantie. Mit dem Zuschlag in New York erreichte der „Schmerzensmann“ das zweithöchste Auktionsergebnis für einen Alten Meister der vergangenen fünf Jahre. Seit 1963 hatte es sich in einer Privatkollektion befunden, für die es für umgerechnet 28.000 Dollar erworben worden war.

          Für einen weiteren Höhepunkt der Auktion in New York sorgte eine 4500 Jahre alte ägyptische Sandsteinskulptur, die für 9,9 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Die Figur eines Mannes geht an eine amerikanische Privatstiftung.

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