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Benfizauktionen in Berlin und Frankfurt : Gute Zwecke

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Für die Kunstförderung in Kenia, für „Terres des Femmes“ und für den Frankfurter Kunstverein: Was haben diese drei Benefizauktionen zu bieten?

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          Welt der Kinder

           „One Fine Day e.V.“ heißt der Verein, den Marie Steinmann-Tykwer und Tom Tykwer 2008 begründet haben. Er betreut Kunsterziehungsprojekte in Ostafrika. In Kenia in den Slums von Nairobi wird Kindern und Jugendlichen dabei geholfen, ihre Begabungen für Kunst, Theater, Tanz, Musik, Ballett und Akrobatik zu entdecken. Zur Unterstützung von „One Fine Day“ wird am 10. Februar in den Räumen der Berliner Galerie Contemporary Fine Arts eine Auktion stattfinden.

          Am Pult steht Daniel von Schacky von der Villa Grisebach in Berlin, der 25 Werke aktueller Künstler zuschlagen wird. Zu den teilnehmenden Künstlern zählen Anton Corbijn, Tacita Dean, Martin Eder, Douglas Gordon, Gregor Hildebrandt, Alicja Kwade, Daniel Richter, TalR, Julian Rosefeldt, Katja Strunz und Gert&Uwe Tobias. Einige der Arbeiten wurden speziell für den guten Zweck geschaffen, und sämtliche Erlöse gehen an den Verein „One Fine Day“. Von 6. bis zum 9. Februar können die Werke in der Galerie besichtigt werden, zusammen mit 25 Arbeiten der jungen Kunstschüler des Projekts.

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          Welt der Frauen

          Der gemeinnützige Verein „Terre des Femmes“ lädt am 23. Februar nach Berlin zu einer großen Benefizauktion in die Berlinische Galerie zugunsten der Organisation, die sich für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen einsetzt. Die Schauspielerin Nina Hoss und der Autor Roger Willemsen werden gemeinsam mit Christie’s-Auktionatorin Christiane Gräfin zu Rantzau durch die Versteigerung führen. Angekündigt ist unter anderem das Aquarell von Monika Baer „Autobahn“ von 2009 für 1000 bis 1500 Euro. „Your World Machine“ nannte Olafur Eliasson einen seiner Spiegel von 2010 (Taxe 1500/2500 Euro).

          Eine Fliege kopfüber zeigt Thomas Zipp auf „Invert“ von 2011 (3000/4000). Eine Fliege taucht auch auf Klaus Staecks wunderbarer Collage aus dem vergangenen Jahr auf: „Die Kunst moderner Kommunikation“ zeigt einen Mann, der nachdenklich hinauf zum übergroßen Insekt schaut (300/400; Unikat). Eine „Figurine“ malte Elvira Bach 2012, nun wird die übermalte Lithographie auf 1000 bis 1500 Euro geschätzt. Schließlich hat sich auch Rosa Loy vor diesen guten Karren spannen lassen mit ihrem Gemälde „Mansarde“ von 2012 (Preis auf Anfrage).

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          Welt der Kunst

          Insgesamt 35 Lose umfasst der Auktionskatalog der Benefizauktion für den Frankfurter Kunstverein am 30. Januar. Henrik Hanstein von Lempertz in Köln wird dann am Pult stehen. Schon der Verkauf von Tilo Baumgärtels Kohlezeichnung „Motivation“ von 2009, 125 mal 200 Zentimeter groß, könnte dem Haus helfen: Die Schätzung liegt bei 15.000 Euro. Tue Greenforts C-Print „Methane Clouds, Scania Pigs, BMW“ (Auflage 5) von 2012 ist auf 1500 Euro geschätzt und Jitka Hanzlovás Porträt „Bess, Chinatown“ (Auflage 8) von 1999 auf 2500 Euro.

          Neben einer Arbeit von Thomas Rentmeister überzeugen noch Sven Johnes traurige „Popular Circus Animals“ (Auflage 3) von 2011 für geschätzte 10.000 Euro. Barbara Klemm hat unter anderem das Foto „Kalkutta, Indien“ von 1982 gespendet (Taxe 1000 Euro). Thomas Bayrle hat gleich zwei kleine Siebdrucke dazugegeben: Auf „Marxismus und Leninismus“ von 2009 sieht man immer denselben Cowboy sein Lasso schwingen (Taxe 1200 Euro; Auflage 120), auf dem kleinen Acrylbild „Passanten“ von 1986 bewegen sich Robotermenschen durch eine Blockhauswelt (2100).

          swka

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