https://www.faz.net/-gqz-a1t9v

Für einen guten Zweck : Banksy-Werk für 2,4 Millionen Euro in London versteigert

  • Aktualisiert am

Ein Galerie-Assistent hält ein Gemälde des Triptychons „Mediterranean Sea View 2017“. Bild: dpa

Im Rahmen der Flüchtlingskrise: Das aus drei Ölgemälden bestehende Werk nimmt Bezug auf Menschen, die im letzten Jahrzehnt im Meer ertranken. Der gesamte Erlös soll an eine Klinik in Palästina gespendet werden.

          1 Min.

          Ein Werk des britischen Künstlers Banksy zur Flüchtlingskrise ist am Dienstag für 2,4 Millionen Euro versteigert worden und hat damit alle Schätzungen übertroffen. Das Auktionshaus Sotheby’s gab den Verkaufspreis des Triptychons mit dem Titel „Mediterranean Sea View 2017“ (“Mediterraner Meeresblick 2017“) am Abend in London bekannt. Banksy hatte zuvor angekündigt, den Erlös an ein palästinensisches Krankenhaus in Bethlehem spenden zu wollen.

          Der Wert des Werkes war zuvor auf 883.000 bis 1,3 Millionen Euro geschätzt worden. Das Werk besteht aus drei Ölgemälden. Sie zeigen eine wilde See und eine Küste voller orangefarbener Rettungswesten und Rettungsringe. Das Werk beziehe sich auf die Menschen, die während der Flüchtlingskrise des vergangenen Jahrzehnts ihr Leben im Meer verloren, erläuterte Sotheby’s auf seiner Website.

          Das Triptychon hing bis vor kurzem in der Lobby des Hotels „Walled Off“ in Bethlehem im von Israel besetzten Westjordanland, das von Banksy mitgegründet wurde. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Werks sollen an eine Klinik in der Stadt gehen. Mit ihnen soll die Einrichtung einer Station für Schlaganfall-Patienten sowie Reha-Ausrüstung für Kinder finanziert werden.

          Banksy ist als Graffiti-Künstler weltberühmt geworden, seine Identität ist aber nur einer Handvoll Vertrauter bekannt. Seine Werke haben häufig politische Botschaften. So liegt das „Walled-Off Hotel“ in unmittelbarer Nähe des israelischen Sperrwalls und warb bei seiner Einweihung vor drei Jahren mit der „schlechtesten Aussicht der Welt“, weil der Blick von den Zimmern direkt auf ein Stück Betonmauer geht, die Bethlehem von Israel trennt.

          Weitere Themen

          Nostalgische Tweetparade

          „Listening Parties“ : Nostalgische Tweetparade

          Der Musiker Tim Burgess feiert auf Twitter alte Platten und lädt die Popstars dazu ein, die ihre Geheimnisse verraten. Den klassischen Popjournalismus lässt das alt aussehen.

          Er ist einfach der Größte

          Paavo Järvi über Beethoven : Er ist einfach der Größte

          Zehn Jahre mit den neun Symphonien: Der estnische Dirigent Paavo Järvi hat durch die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen einen neuen Zugang zu einem Komponisten gefunden, über den er von Kindheit an schon alles zu wissen schien.

          Topmeldungen

          Corona-Krise : Warum die Zahlen in Spanien wieder ansteigen

          Nirgendwo in Westeuropa gibt es so viele Neuinfektionen wie in Spanien – und das, obwohl nahezu überall Maskenpflicht herrscht und die Behörden wieder Ausgangssperren verhängen. Nun warnt das Auswärtige Amt auch vor Reisen nach Madrid.
          Mike Pompeo und seine Frau Susan bei der Ankunft am Prager Flughafen am 11. August

          Zum Auftakt der Europareise : Pompeo erhält eine deutliche Botschaft

          Der amerikanische Außenminister besucht in dieser Woche vier europäische Länder. Es geht um Truppenstationierungen und um China. Gleich zu Beginn kommt aus Moskau deutliche Kritik: vom deutschen Außenminister.

          Putins Corona-Politik : Der Impfstoff-Murks aus Moskau

          Putin hat mit der Zulassung des weltweit ersten Corona-Impfstoffs vielleicht seinen Sputnik-Moment, doch Sektkorken knallen keine. Das rücksichtslose politische Manöver kann der Impfstoffentwicklung weltweit schaden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.