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Aus dem Kunstmarkt : Aktuelle Meldungen

          Kewenig verlässt Köln

           Wieder einer weg. Nach 25 Jahren im Rheinland schließt die Kewenig Galerie in Köln und zieht nach Berlin. „Viele Gründe“, so Michael Kewenig gegenüber dieser Zeitung, hätten ihn zu dem Schritt veranlasst. Doch nicht, dass der Mietvertrag für die Räume am Appellhofplatz auslief und er in Berlin endlich ein geeignetes Haus finden konnte, sei entscheidend gewesen: „Köln hat in den letzten Jahren sehr verloren.“

          Im „Galgenhaus“ in der Brüderstraße 10, dem 1688 errichteten zweitältesten Haus Berlins, das lange der Petrikirche in dem auf der Spreeinsel gelegenen Cölln als Propstei gedient hat, will Kewenig im April 2013 wiedereröffnen. Die Galerie, die auf die Vermittlung zeitgenössischer Kunst seit den späten sechziger Jahren – darunter Christian Boltanski, Hanne Darboven, Jannis Kounellis und Ian Hamilton Finlay sowie Vertreter der Arte Povera – spezialisiert ist, wurde 1986 als Jule Kewenig Galerie im Haus Bitz in Frechen gegründet, von wo sie 2003 in die Kölner Innenstadt ging. Die seit 2004 bestehende Dependance in Palma de Mallorca wird unverändert fortgeführt. aro.

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          Christie’s zur Festspielzeit nach Salzburg

          Christie’s hat ein neues Spielfeld für sich entdeckt: Vom 31. August bis zum 2. September zeigt das Auktionshaus in Salzburger Palais Neustein eine Auswahl der Werke für seine kommenden Auktionen mit Nachkriegs- und Gegenwartskunst in London. „Während der Festspiele ist Salzburg Anziehungspunkt für Kulturinteressierte weltweit“, hat Francis Outred erkannt, Europa-Chef der Zeitgenossen-Abteilung, „und mit der Salzburg Foundation, die Skulpturen im öffentlichen Raum fördert, eine ideale Plattform für diese Vorschau.“

          Das Londoner Spitzenlos ist ein blutrotes „Concetto Spaziale, Attese“ von Lucio Fontana aus dem Jahr 1966. Die Leinwand mit sieben Schnitten trägt auf der Rückseite die Inschrift: „Heute habe ich mit dem Nobelpreisträger und Freund Quasimodo zu Mittag gegessen.“ Gemeint ist der aus Sizilien stammende Lyriker Salvatore Quasimodo. Das Werk wurde noch zu Lebzeiten Fontanas in mehreren Ausstellungen gezeigt und kam dann bald in die Sammlung von Wolfgang Hahn in Köln, wo es für fünfzig Jahre blieb. Am 11. Oktober wird es im „Italian Sale“ mit einer Taxe von 2,2 bis 2,8 Millionen Pfund aufgerufen. F.A.Z.

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          Ein „Karl Hofer Komitee“

          Gerade die jüngste Zeit hat gute Gründe genug geliefert, Werkverzeichnisse von Künstlern der Moderne in die Hände einer Gruppe von Experten zu geben, die nicht einzig nach Stilkriterien urteilen. Bislang betreute Karl Bernhard Wohlert das Werkverzeichnis der Gemälde von Karl Hofer. Nun zieht Wohlert sich aus Altersgründen zurück und hat sein umfangreiches Archiv in die Hände von „Van Ham Art Publications“ gelegt, einem Verlag, der vom Kölner Auktionshaus Van Ham jüngst begründet wurde. Markus Eisenbeis, der Geschäftsführer von Van Ham, hat deshalb ein „Karl Hofer Komitee“ ins Leben gerufen, das sich künftig um das Werkverzeichnis kümmern soll, auch um das von Hofers Aquarellen und Zeichnungen.

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          „Herbstsonate“, 1978. Regie: Ingmar Bergman. Darsteller: Ingrid Bergman, Liv Ullmann, Lena Nyman.

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