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Aus dem Kunstmarkt : Aktuelle Meldungen

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          Kein Stein bleibt zurück: Die Sotheby's-Auktion mit Schmuck der Dutchess of Windsor in London hat acht Millionen Pfund gebracht (Taxe 3/4 Millionen Pfund): Kein einziges der zwanzig Lose blieb unverkauft. Spitzenstück wurde mit vier Millionen Pfund ein Cartier-Panther-Armband von 1952 (1/1,5 Millionen); die neun Zentimeter hohe Cartier-Flamingobrosche von 1940 brachte 1,5 Millionen Pfund (1/1,5 Millionen). F.A.Z.

          Für die Pinakothek: Als großherzig zu bewerten ist, was jetzt in München auf der Benefiz-Party des Vereins der Freunde der Pinakothek der Moderne geschah: Spontan erklärten Neo Rauch und sein Galerist Gerd Harry Lybke, auf die Hälfte des Ankaufspreises von „Kalimuna“ zu verzichten, jenes Gemäldes also, zu dessen Erwerb die Party stattfand. 650.000 Euro hätte es kosten sollen. Seit der großen Neo-Rauch-Ausstellung im Sommer, in der auch „Kalimuna“ hing, arbeitete der Freundeskreis auf den Ankauf hin. Diese Anstrengungen um ein Bild, das ihm selbst besonders wichtig sei, das sagte Neo Rauch jetzt, seien „schon fast ein Liebesbeweis“, jedenfalls gingen sie über Freundschaft weit hinaus. Die Benefiz-Auktion von sechzig Kunstwerken während der PinParty brachte 400.000 Euro. bsa.

          Weißes Gold: Eine badende Venus entführt in jene Elfenbein-Sammlung, die Hampel in München am 3. und 4. Dezember versteigert: Auf stattliche 61 Losnummern an Pokalen, Humpen, Skulpturen, Dosen und Kannen verteilt sich diese Offerte edler Kunstkammerstücke aus dem „weißen Gold“. Ein in Augsburg im 18. Jahrhundert in Silber montierter Prunkhumpen steht mit einer Taxe von 80.000 bis 100.000 Euro vorn. Es folgt ein ebendort um 1700 mit Göttern verzierter Humpen vom Schnitzer Leobrand Hilmer (Taxe 60.000/80.000 Euro). Eine kleine, dem Nürnberger Drechsler Johann Martin Teuber zugeschriebene, mit Genien bestückte Dose liegt bei 8000 bis 10.000 Euro. Viele der feinen Schnitzarbeiten entstanden im 19. Jahrhundert im Stil früherer Epochen, während die gleichzeitige Meiji-Epoche in Japan lebendig realistische Figuren und Alltagsszenen hervorbachte. F.A.Z.

          Wieder ein Siegel des Kaisers Qianlong: In einer Auktion mit chinesischer Kunst ist bei Bonhams in London ein Drachensiegel des Kaisers Qianlong (1711 bis 1799) für 2,4 Millionen Pfund einem ungenannten Käufer aus Peking zugeschlagen worden. Das Siegel, ein vier Zentimeter messender Würfel aus weißer Jade, trägt die Inschrift: „Stärkung des Selbst ist unerlässlich.“ Derartige Siegel wurden ausschließlich vom Kaiser persönlich benutzt. Wenn sie auf den Markt kommen, werden sie teuer. Zuletzt erzielte eines im April in Toulouse einen Hammerpreis von 2,8 Millionen Euro. F.A.Z.

          43 Millionen Pfund: Was für eine Vase! Ein kleines Auktionshaus in einem Londoner Außenbezirk hat nun Geschichte geschrieben mit dem Verkauf einer Vase der Qianlong-Zeit, die einem chinesischen Sammler für 43 Millionen Pfund zugeschlagen wurde. Neun Bieter kämpften um die Rarität, die bei einer Haushaltsauflösung auf einem Bücherregal entdeckt wurde. Niemand weiß, wie die wohl um 1740 in Chinas kaiserlichen Öfen gebrannte doppelwandige Vase in das Vorstadthaus gelangte, das ein nichtsahnendes Geschwisterpaar von seinen Eltern erbte.

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