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So schön geschrieben : So teuer sind Chinas Kalligraphien

Starke 34,9 Millionen Euro bewilligte ein Sammler in Peking für 41 Zeichen auf Seide. Das kleine Band ist die Kopie eines Werks des Kalligraphen Wang Xizhi und noch nicht einmal das teuerste Schriftstück auf dem chinesischen Auktionsmarkt im Jahr 2010.

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          Ein Auktionshaus in Peking hat jüngst eine Kalligraphie auf Seide mit nur 41 Schriftzeichen für 308 Millionen Yuan versteigert, das sind umgerechnet etwa 34,9 Millionen Euro. Es soll sich, nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, um ein 24,5 Zentimeter langes und 13,8 Zentimeter breites Schriftband handeln, eine Kopie nach einem Werk des berühmten Kalligraphen Wang Xizhi, der von 303 bis 361 lebte.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Käufer der Wiederholung, die aus der Tang-Dynastie (618 bis 907) stammt, ist ein ungenannter Sammler. Laut Xinhua soll das der zweithöchste Preis sein, der jemals bei einer Kunstauktion in China erzielt wurde. Den Rekord hält offenbar eine kalligraphische Handrolle des Meisters Huang Tingjian aus der Song-Dynastie (960 bis 1279), die bei Poly International in Peking Anfang Juni einem unbekannten Bieter für knapp 436,8 Millionen Yuan (knapp 53 Millionen Euro) zugeschlagen wurde.

          Solche Summen übertreffen noch einmal bei weitem die 151 Millionen Yuan (14,85 Millionen Euro), die der chinesische Sammler Liu Yiqian aus Schanghai im November 2009 für eine Handrolle der Ming-Dynastie (1368 bis 1644), ebenfalls bei Poly International bewilligte. Das 571 Zentimeter lange Band, von Wu Bin mit den „Eighteen Arhats“ bemalt, kam aus dem Besitz des belgischen Sammlerpaars Guy und Myriam Ullens. Sein Preis galt Ende 2009 als Rekord für ein chinesisches Gemälde.

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