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Picassos „Les femmes d’Alger“ : Das teuerste Bild der Welt

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Weltrekord in der Kunstszene: Das Ölgemälde „Les femmes d’Alger“ von Pablo Picasso ist das teuerste Bild, das je bei einer Auktion versteigert wurde. Im Auktionshaus Christie’s wurde für die Version „O“ ein Höchstpreis erzielt.

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          Pablo Picassos Bild „Les femmes d’Alger“ ist für den Rekordpreis von 160 Millionen Dollar (etwa 143 Millionen Euro) versteigert worden. Inklusive aller Gebühren kommt der Gesamtpreis sogar auf rund 179,4 Millionen Dollar. Das Ölgemälde wurde damit am Montagabend (Ortszeit) in New York zum teuersten je bei einer Auktion versteigerten Bild der Welt.

          Die Experten des Auktionshauses Christie’s hatten das 1955 entstandene Gemälde zuvor auf „in der Gegend von 140 Millionen Dollar“ geschätzt. Das bislang teuerste Gemälde - das Triptychon „Three Studies of Lucian Freud“ von Francis Bacon - hatte vor rund anderthalb Jahren ebenfalls bei Christie’s in New York 142,4 Millionen Dollar erbracht.

          Picassos „Les femmes d’Alger“ ist etwa ein mal anderthalb Meter groß, knallbunt, in einer Mischung aus abstrakt und realistisch gemalt und zeigt mindestens vier barbusige Frauen. Das Bild wurde zugleich auch noch zum teuersten je versteigerten Picasso (1881-1973). Es brach den 2010 erzielten Rekord von 106,5 Millionen Dollar für einen „Akt mit grünen Blättern und Büste“.

          „Les femmes d’Alger“ war ursprünglich im Besitz des inzwischen gestorbenen amerikanischen Sammlerehepaars Victor und Sally Ganz, die es 1956 direkt von Picassos Galerist Daniel Kahnweiler kauften. Von dem Werk gibt es 15 Versionen. Das Ehepaar Ganz kaufte alle für damals insgesamt 212.500 Dollar, verkaufte sie jedoch später nach und nach wieder. Bei dem Werk, das nun versteigert wurde, handelt es sich um die Version „O“. Sie war zuletzt 1997 bei einer Auktion aufgetaucht und damals für rund 32 Millionen Dollar verkauft worden. Zuletzt gehörte die Hommage an Picassos kurz zuvor gestorbenen Freund und Künstlerrivalen Henri Matisse nach Angaben von Christie’s einem „sehr privaten Sammler aus New York“.

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