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Pariser Benefizauktion : Nach Maß

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Für die Krebsforschung: Ob Jeff Koons, Damien Hirst oder Richard Serra, an großen Namen herrschte bei der Benefizauktion von Christie's in Paris kein Mangel. Doch die Hoffnung auf ausgelassene Kauflust, wurde nicht immer erfüllt - der Nachbericht.

          Die Benefizauktion zeitgenössischer Kunst bei Christie's in Paris hat für alle 28 Lose einen Gesamtumsatz von 4,62 Millionen Euro eingespielt. Die Summe - Christie's hat kein Aufgeld berechnet - geht an den gemeinnützigen Verein für Krebsforschung des Spezialisten David Khayat. 28 Künstler, sämtlich international bekannt, hatten je ein Werk zur Verfügung gestellt. Heraus kam eine Prestigeauktion zeitgenössischer Kunst, wie sie Paris nur selten erlebt.

          Die Käufer waren zur Großzügigkeit bereit, aber in den von der Krise abgesteckten Grenzen. In manchen Fällen kamen die Gebote mühsam über die erst bei Auktionsbeginn bekanntgegebenen „indikativen“, nämlich dem internationalen Marktwert der vergangenen Monate entsprechenden Schätzungen hinaus.

          Stahlskulptur von Serra nach Belgien

          Damien Hirsts Schmetterlingsschädelbild „Golgotha“ ging für 500.000 Euro (Taxe 600.000/800.000 Euro) an einen Telefonbieter, „Goat (blue)“ von Jeff Koons blieb mit ebenfalls 500.000 Euro innerhalb ihrer Taxierung. Eine belgische Sammlerin konnte Richard Serras Stahlskulptur „Backstop (To Thurman Munson)“ aus dem Jahr 1987 für 700.000 Euro (1/1,2 Millionen) erwerben, ebenso wie Rudolf Stingels unbetiteltes Öl- und Emailgemälde von 2007 für 520.000 Euro (300.000/400.000).

          Die bislang unbekannten Mindesterwartungen hatten tatsächlich um mehr als ein Drittel höher gelegen als die vor der Auktion angekündigten drei Millionen Euro. David Khayat jedenfalls war beglückt, mit dem Erlös seinen Patienten das Dasein erleichtern zu können.

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