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Nachlassverwaltung für Künstler : Auktionshaus Van Ham gründet Firma

  • -Aktualisiert am

Wer Zugriff auf einen Nachlass hat, steuert die Verteilung des Œuvres: Das Kölner Auktionshaus Van Ham gründet die Firma „Van Ham Art Estate“.

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          Bislang übernahmen die Pflege von Künstlernachlässen zumeist staatliche Einrichtungen, Museen, Galerien und private Nachlassverwalter. Aber auch Auktionshäuser sind auf diesem Gebiet aktiv, bietet doch der Zugriff auf einen Nachlass die Chance, die Verteilung des Œuvres zu steuern. Nun steigt das 1959 gegründete Kölner Auktionshaus Van Ham offensiv in die Akquise von Nachlässen ein: „Van Ham Art Estate“ nennt sich die Firma. Sie verschreibe sich dem richtigen Umgang mit Kunst und deren konservatorischer Erhaltung, sagt Van Ham-Geschäftsführer Markus Eisenbeis, aber natürlich auch dem Verkauf und Leihverkehr.

          Dem Versteigerer untersteht bereits die Nachlassverwaltung der Künstler Karl Fred Dahmen und Tata Ronkholz und seit 2012 die Verwaltung des Karl-Hofer-Archivs. Geplant ist von Herbst an eine Kooperation mit der Stiftung Kunstfonds in Brauweiler, die zur Finanzierung ihres Archivbetriebs regelmäßig Werke bei Van Ham versteigern lassen will. Die Entscheidung, sich in der Nachlassverwaltung zu engagieren, fiel auch mit Blick auf den neuen Van-Ham-Hauptsitz im Kölner Süden. Nach Fertigstellung des Gebäudes wird sich die Fläche für Geschäfts- und Lagerräume vervielfachen. Die Eröffnung des 3500 Quadratmeter großen Hauses ist für den Herbst 2014 geplant.

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