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Kunst und Antiquitäten : Stern in Wetterwolken Ergebnisse

Bei Spik in Berlin kamen Kunst und Antiquitäten zur Auktion. So gesellte sich zu prächtigen Porträts vom preußischen Hof auch Kunst der Moderne. Heftigen Bieterstreit entfachte ein Gemälde des Österreichers Markus Prachensky.

          Skulpturen, ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Alters und Erhaltungszustands, erwiesen sich als die Spitzenreiter der Auktion von Kunst und Antiquitäten bei Spik in Berlin. Westdeutscher Antikenhandel zögerte nicht, für ein Porträt eines mit Cicero und Cäsar befreundeten „Atticus“ 25.000 Euro (Taxe 15.000) zu bewilligen. Von 4000 auf 11.400 Euro stieg ein 1878 datierter marmorner „Narziß“ des Berliner Bildhauers Carl Silbernagel und von 1500 auf 7800 Euro, privat übernommen, der sandsteinerne Torso vom Bauschmuck des kriegszerstörten Potsdamer Stadtschlosses. Eine farbig gefasste Madonna, um 1500 in Schwaben entstanden, gelangte für 12.000 Euro (5000) in die Sammlung eines fränkischen Bieters.

          Camilla Blechen

          Freie Autorin im Feuilleton.

          Ein Prachtporträt von Lisiewsky

          Unter den Porträts von Mitgliedern des preußischen Herrscherhauses erzielte die vom Hofmaler Georg Lisiewsky konterfeite Prinzessin Henriette Maria von Brandenburg-Schwedt 12.000 Euro (15.000). Von zahlreichen Verehrern der Königin Luise umschwärmt, stieg Nikolaus Lauers Porträt der Regentin, die einst Heinrich von Kleist einen „Stern in Wetterwolken“ nannte, von 3000 auf 5200 Euro. Zum Gesamtpreis von 33.000 Euro vom italienischen Handel übernommen wurden zwei auf je 6000 Euro taxierte ideale Landschaften aus dem Umkreis des Claude-Lorrain-Adepten Andrea Locatelli. Während Ludwig Richters Aquarell „Auf dem Berg beim Einsiedler“ von 6000 auf 8500 Euro kletterte, blieb „Der kleine Vorleser“ von Moritz Müller mit 5600 Euro hinter der Taxe von 8000 Euro zurück.

          Beim Aufruf einer silbernen Augsburger Schauplatte mit Alexander-Motiven wurde der Freundeskreis des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe bei 25.000 Euro (5000) aktiv. Als skriptural angelegtes Zeugnis der Moderne tanzte Markus Prachenskys „Solitude III“ zunächst zeitlich, dann aber auch preislich aus der Reihe: Das Bietergefecht um ein Frühwerk der österreichischen Zelebrität endete bei 26.000 Euro (4000), die der Wiener Handel bewilligte.

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