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Kunst und Antiquitäten : Kaminuhr mit Flora

Wer prachtvoll wie die Rothschilds im Kerzenlich dinieren möchte, dem bietet sich in Berlin Gelegenheit. Im Katalog von Leo Spik in Berlin findens sich zwei Kerzenleuchter aus dem Besitz der Bankiersfamilie. Die Vorschau.

          Dem Besitz der Frankfurter Bankierfamilie Rothschild entstammen zwei von Viktorien getragene, feuervergoldete Kerzenleuchter, die auf der vom 23. bis 25. Juni dauernden Versteigerung von Kunst und Antiquitäten bei Leo Spik in Berlin für 12.000 Euro zum Ausruf gelangen werden. In einer Pariser Werkstatt mit dem Wappenbild des Salomonssiegels ausgestattet, gelangten die aufwendig geschmückten Kandelaber um 1820 zu den Auftraggebern vom Main.

          Camilla Blechen

          Freie Autorin im Feuilleton.

          15.000 Euro einspielen soll eine um 1890/95 in der Berliner KPM produzierte Porzellanuhr mit bekrönender Flora, der zwei ebenfalls neunzig Zentimeter hohe Karyatidenleuchter zugeordnet sind. Die Offerte historischer Möbel wird von sechs Louis XV-Armlehnsesseln zu 15.000 Euro angeführt. Eine Regence-Kommode aus der Werkstatt der Pariser Ebenisten Denizot ist für 12.000 Euro abrufbar.

          Unter den Altmeistergemälden erscheint eine auf 12.000 Euro taxierte „Beweinung Christi“, die einem ihrer Vorbesitzer 1905 in Bologna als ein Werk des Annibale Carracci verkauft wurde, hundert Jahre später jedoch vorsichtig unter der Bezeichnung „neapolitanisch“ angeboten wird. Mit Porträts zu 9500 beziehungsweise 3500 Euro vertreten sind die beiden als Künstlerinnen erfolgreichen Töchter des jüngst in Dessau und Schwerin umfassend gewürdigten Hofmalers Reinhold Lisiewsky, Anna Dorothea Therbusch und Barbara Rosina Matthieu-de Gasc.

          Ein repräsentatives Bildnis des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. von der Hand des in Adelskreisen viel beschäftigten Ernst Gebauer ist für 12.000 Euro abrufbar, zum selben Preis wie Joachim Karschs 1940 bei Füssel in Berlin gegossene Bronze einer „Haarflechterin“. An den „Gläsernen Tag“ in der Münchner Neuen Pinakothek gemahnt das kristallin gestaltete Himmelszelt in Erich Heckels Aquarell „Gebirgstal“ von 1922 (Taxe 15.000 Euro).

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