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Jugendstil, Art déco und Design : Noch einmal chillen wie 68

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Hoffmann-Stücke der Wiener Firma Jakob & Josef Kohn sind die Highlights der Auktion mit Jugendstil und Art déco. Am zweiten Versteigerungstag bietet das Auktionshaus von Zezschwitz Design und Muranoglas.

          Als die Gebrüder Thonet 1869 ihr alleiniges Recht aufgaben, Bugholz-Möbel herzustellen, begann auch die Konkurrenz schleunigst Holz durch Kochen und im Dampf zu biegen. Ganz vorn lag die Firma Jakob & Josef Kohn. Sie engagierte für moderne Entwürfe junge progressive Architekten wie Josef Hoffmann, dessen avantgardistisches Schreibtischmodell „Nr. 500-6“ von 1901 mit luftigen Bugholzgittern als Seitenwangen die Eleganz der Leichtigkeit erhielt.

          Bewertet mit 18.000 Euro, kommt das Möbel am 14. April bei von Zezschwitz in der sechshundert Lose umfassenden Offerte zu Jugendstil und Art déco zum Aufruf. Es folgen mehr Hoffmann-Stücke derselben Wiener Firma, darunter ein kleiner Tisch mit dicken, in das einer Messingplatte aufmontierte Standbein integrierten Kugeln (Taxe 12.000 Euro). In der Art des schwingenden, in Wellen schwelgenden Jugendstils wirbelt die berühmte Tänzerin Loïe Fuller in Bronze ihren Schleier über ihrem Kopf.

          Die Zierlampe von François-Raoul Larche liegt bei 12.000 Euro. Franz von Stucks „Athlet“ ist derweil mit dem Stemmen einer schweren Kugel beschäftigt; der nach 1911 ausgeführte Bronzeguss soll 11.000 Euro kosten. Für Liberty entwarf Archibald Knox eine silberne Tischuhr mit zierendem Blattrelief und blau-grün emailliertem Zifferblatt (6800).

          Der Auktionstag am 15. April ist modernem Design und Muranoglas vorbehalten und beginnt mit Peter Behrens schnörkelloser Wanduhr der AEG (800); außerdem hängt er einen „Bubble Chair“ aus transparentem Acrylglas von Eero Aarinio zum Chillen à la 1968 hin (2400) sowie riesengroße eiförmige Deckenlampen, die man bei Seguso Vetri in Murano über und über mit hellen kleinen Glasblüten besteckte (je 5000 Euro).

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