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Ergebnisse : Jeff Koons im Rampenlicht

  • -Aktualisiert am

Bei Sotheby's in New York wurde heute Nacht abermals zeitgenössische Kunst versteigert. Das Auktionshaus konnte das beste Ergebnis in über 250 Jahren Firmengeschichte feiern. Jeff Koons' „Hanging Heart“ ging für 21 Millionen Dollar an einen New Yorker Galeristen.

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          Nach der Auktion zeitgenössischer Kunst bei Sotheby's am Mittwochabend brach das große Strahlen aus: Mit 315 Millionen Dollar Umsatz in weniger als zwei Stunden wurde das beste Ergebnis in über 250 Jahren Firmengeschichte gefeiert. 17 neue Rekorde wurden aufgestellt, unter anderem für die Künstler Josef Albers, Sol Lewitt, Ad Reinhardt, aber auch lebende Zeitgenossen wie Richard Serra, Richard Chamberlain, Anish Kapoor und Matthew Barney und die derzeit so populären Chinesen Fang Lijun und Zhang Xiaogang. Von 71 Losen blieben nur 6 unverkauft. Auktionator Tobias Meyer sah sich bestätigt, dass „weltweit Hunger auf Kunst von hoher Qualität“ herrscht.

          Das pralle Titellos des Abends, Jeff Koons' „Hanging Heart (Magenta/Gold)“ kam aus der Sammlung des New Yorker Hedge-Fund-Managers Adam Lindemann und war mutig auf 15 bis 20 Millionen Dollar geschätzt. Die Rechnung ging auf: Der New Yorker Galerist Larry Gagosian setzte sich gegen drei andere Bieter durch und erhielt den Zuschlag bei 21 Millionen Dollar, das sind mit Aufgeld 23.561.000 Dollar.

          41 Millionen Dollar für Francis Bacon

          Damit hat Jeff Koons Damien Hirst als teuersten Künstler abgelöst, zumindest nach Auktionspreisen gerechnet. Das rot glänzende Herz aus Stahl stammt aus der Serie “Celebration,“ genau wie der blaue Diamant, den am Dienstagabend bei Christie's ebenfalls Gagosian für 10,5 Millionen Dollar ersteigert hatte.

          Zum teuersten Los innerhalb des Abends und der New Yorker Herbstsaison überhaupt schwang sich Francis Bacons wuchtiger Stierkampf „Second Version of Study for Bullfight No. 1“ auf, der von der Familie der deutschen Sammler Viktor und Marianne Langen eingeliefert wurde. Die Erwartung von mehr als 35 Millionen Dollar stellte sich als richtig heraus: Erst bei 41 Millionen Dollar knallte der Hammer zugunsten des New Yorker Kunsthändlers Phillipe Segalot aufs Pult. Nach der Auktion wollte er zwar nicht verraten, in wessen Auftrag er sein Gebot gemacht hatte, aber er konnte zumindest sagen, dass das Bild in eine amerikanische Sammlung kommt.

          Auch Bacons schmerzhaft verzerrtes Selbstporträt von 1969 aus der gleichen Sammlung kletterte in himmelhohe Preisgefilde. Die kleine Leinwand verdoppelte ihre Schätzung und wurde telefonisch für 29,5 Millionen Dollar zugeschlagen. Das Publikum war angetan und applaudierte. Auch Gerhard Richters großes “Abstraktes Bild (596)“ (6/8 Millionen) fand starken Zuspruch. Es wurde einem Bieter am Telefon für 8,7 Millionen Dollar zugesprochen.

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