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Design : Buona Figura

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Für schwungvolle Formen hat man auf dem italienischen Halbstiefel etwas übrig. Bei Quittenbaum in München ist Design aus Italien eine eigene Auktion gewidmet. Vom Kultroller bis hin zu sahneweißem Glas reicht das Angebot.

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          Genauso wie Anita Eckberg in der Fontana di Trevi gehört zu den unvergesslichen Bildern aus Fellinis „La Dolce Vita“ die Reporterhorde, die auf ihren Vespas durch Rom saust. 1960 kam der Kultfilm in die Kinos, und im selben Jahr verließ das azzurro-blaue Modell des Kultrollers die Piaggio-Werke, das in Quittenbaums Auktion mit italienischem Design am 15. Februar buona figura machen wird. Das Model „VBA150“ in Originalzustand zeigt 5288 Kilometer auf dem Zähler und 4500 bis 4800 Euro auf der Bewertungsskala.

          Das Angebot setzt mit den fünfziger Jahren ein, die eine Stehleuchte von Gio Ponti mit gertenschlankem Schirm aus Plexiglas auf Stahlstabfuß von ihrer besten Seite zeigt; Arredoluce führt die Rarität aus (Taxe 25.000/30.000 Euro). Aus dem riesigen Lampenangebot ragt eine weitere Seltenheit: Der Kunsthistoriker Germano Celant hatte die Idee, auf Grundlage von Arbeiten Alexander Rodtschenkos Lampen im Stil der russischen Avantgarde zu entwickeln.

          Mit Einwilligung der Witwe des Künstlers entstanden um 1971 zwei Entwürfe, die erst zwanzig Jahre später bei Luceplan in Serie gingen. Einer der Prototypen, die Tischleuchte „576“ aus dunklem Stahl, ist nun auf 4000 Euro geschätzt. Ein eigenes Kapitel füllt Design-Tausendsassa Ettore Sottsass unter anderem mit dem Spiegelobjekt „ultrafragola“, das seinen Benutzer in voller Größe mit Wellenaureolen umleuchtet (3300/4000). Den Abschluss bilden 200 Kostbarkeiten aus Murano: Hier strahlt die sahneweiße Vase „lattimo“, von Carlo Scarpa um 1930 entworfen und schon damals an die Einliefererfamilie verkauft (15.000/20.000).

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