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Des Gorillas Rückgrat : Die Wahrheit über King Kongs Skelett

Auch der mächtigste Affe der Filmgeschichte kann Gegenstand für Sammler sein: In London wurde jetzt das Skelett von King Kong versteigert.

          Nur wer ohne Herz ist, hat nie mit King Kong gefühlt, dem riesigen Gorilla von Scull Island, der seine weiße Frau zurückhaben will. Als er schließlich selbst nach New York verschleppt wird, soll er dort am Broadway den Affen für die Zuschauer machen. Kong kann aber fliehen, sich seine Ann Darrow aus einer Wohnung angeln und mit ihr auf die Spitze des Empire State Building klettern, wo er schließlich aus Doppeldecker-Flugzeugen tödlich getroffen wird. „King Kong und die weiße Frau“ wurde 1933 in den Studios von RKO Pictures gedreht - als Pioniertat des Animationsfilms unter der Regie von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Nur einen halben Meter hoch

          Das gigantische Tier bestand in Wahrheit aus mehreren, unterschiedlich großen Modellen, die Willis O'Brien, der entscheidende Mann für die Spezialeffekte bei RKO, entwarf. Jetzt ist das größte dieser Miniaturmodelle in London versteigert worden; es ist tatsächlich gerade mal 55,8 Zentimeter hoch. Zum Einsatz kam es eben in der legendären finalen Szene, als King Kong auf dem Wolkenkratzer gegen die Flieger kämpft, bis er unter Maschinengewehrsalven stirbt.

          Ein anonymer Bieter, der im Saal des Christie's-Quartiers in South Kensington anwesend war, bot dafür 100.000 Pfund; schon die Schätzung lag bei 100.000 bis 150.000 Pfund. Der Mann bezahlte das hochbewegliche Stahlgestell, inklusive Aufgeld, also mit 121.250 Pfund, das sind 134.224 Euro. Mit ein wenig Vorstellungskraft verwandelt es sich bestimmt zurück in King Kong.

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